Neuer Kurs in Leipzig: RB trennt sich von Trainer Werner
Der Aufwärtstrend reichte nicht aus, der solide Ole Werner muss bei RB Leipzig einer glanzvolleren Lösung weichen: Die sportliche Führung des Bundesligisten um die Verantwortlichen Oliver Mintzlaff und Jürgen Klopp hat den erst vor einem Jahr verpflichteten Ex-Bremer Werner als Trainer entlassen. Sein Nachfolger steht offiziell noch nicht fest, doch alles deutet auf den früheren Bayern-Star Martin Demichelis hin.
"Wir haben die vergangene Saison in den letzten Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann die Entscheidung getroffen, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen", erklärte Marcel Schäfer, Geschäftsführer Sport bei RB. Es seien "eine inhaltliche Weiterentwicklung und ein veränderter Ansatz für die bevorstehenden Aufgaben notwendig."
Bester Punktedurchschnitt aller Leipziger Erstliga-Trainer
Die Herausforderung der Königsklasse trauten die Verantwortlichen Werner offenbar nicht zu. Der 38-Jährige hatte das Amt als Nachfolger von Marco Rose zur Saison 2025/26 übernommen, Talente wie Yan Diomande weiterentwickelt und die Leipziger auf Platz drei der Bundesliga geführt. Er hat den besten Punktedurchschnitt aller Leipziger Erstliga-Trainer. Dennoch endet seine Zeit bei RB nach nur einer Spielzeit bereits wieder.
Zuletzt hatte der kicker von inhaltlichen Bedenken und angeblich fragwürdiger Kommunikation berichtet. Werners Verhältnis zu Klopp, dem Head of Global Soccer bei RB, soll deutlich abgekühlt gewesen sein.
Noch vor wenigen Wochen hatte die Lage ganz anders ausgesehen. "Die Champions League ist der höchste Wettbewerb, in dem man sich im Vereinsfußball bewegen kann", hatte Werner gesagt: "Ich freue mich genauso wie alle anderen."
Demichelis soll Nachfolger werden
Doch aller Voraussicht nach wird nun Demichelis die Leipziger in der Champions League betreuen. Der 45-jährige Argentinier trainiert derzeit RCD Mallorca, stieg mit dem spanischen Klub jedoch in die zweite Liga ab. Sein Vertrag läuft bis 2028, es soll aber eine Ausstiegsklausel in Höhe von 2,5 Millionen Euro geben.
Diese werde Leipzig nach Informationen von Sky ziehen. "Der Vertrag wird in Kürze unterschrieben", hieß es: "Der frühere Bayern-Profi übernimmt damit seinen ersten Cheftrainerposten in der Bundesliga."
Zuletzt hatte der kicker von inhaltlichen Bedenken und angeblich fragwürdiger Kommunikation berichtet. Werners Verhältnis zu Jürgen Klopp, Head of Global Soccer bei RB, soll deutlich abgekühlt gewesen sein.