Nagelsmann bleibt in Kimmich-Frage unverbindlich
Der Bundestrainer Julian Nagelsmann plant, bei der Positionierung von Kapitän Joshua Kimmich künftig flexibel zu bleiben. Ich sehe keinen Sinn darin, mich ständig auf eine feste Rolle festzulegen. Zuletzt habe ich offensichtlich zu klar entschieden, woraufhin überall von einer erneuten Kehrtwende gesprochen wurde. Grundsätzlich muss eine Führungsperson jedoch Entscheidungen treffen und das habe ich getan, erklärte Nagelsmann nach dem 4:0 (2:0) gegen Luxemburg im ARD-Gespräch.
Im Gegensatz zu den jüngsten Partien agierte Kimmich diesmal nicht im zentralen Mittelfeld, sondern spielte wieder auf der rechten Abwehrseite. Mit dem Ball befindet er sich in diesem System exakt an der Position, die er auch bei Bayern einnimmt, argumentierte Nagelsmann. Beim klaren WM-Qualifikationssieg gehörte der Kapitän zu den stärksten deutschen Spielern. Mit seinen Treffern in der 21. Minute (Handelfmeter nach Videobeweis) und der 50. Minute erzielte er erstmals einen Doppelpack im DFB-Trikot.
Kimmich betonte, dass es für ihn völlig unerheblich sei, wo er eingesetzt werde. Für mich ist es selbstverständlich, dort zu spielen, wo der Trainer mich positioniert. Im Verein ist klar die Sechs mein Platz. Hier ist es für mich kein Problem, ob ich mal rechts oder im Mittelfeld auflaufen soll.
Sowohl Nagelsmann als auch Kimmich zeigten sich mit dem Erfolg zufrieden, insbesondere mit der gezeigten Spielweise. Der Bundestrainer bemerkte bezüglich der intensiven Spielweise eine klare Verbesserung im Vergleich zu den September-Spielen gegen die Slowakei (0:2) und Nordirland (3:1). Kimmich ergänzte, dass das Team bestimmte Prinzipien und eine klare Einstellung demonstriert habe. Von Beginn an war erkennbar, dass wir gewinnen wollten. Wir zeigten von der ersten Minute an viel Dynamik und verdienten uns auch in der Luft den Sieg.