Nächster Patzer Leverkusen verliert an Boden

Nächster Patzer Leverkusen verliert an Boden

Erschöpft ohne Drive und nur durchschnittlich spielte Bayer Leverkusen erneut schwach im Kampf um die Plätze in der Champions League. Eine Woche nach der Niederlage in Berlin schaffte die unsichere Mannschaft gegen den abstiegsängstlichen FSV Mainz 05 gerade mal ein Unentschieden 1:1 (0:0) ein weiterer schwerer Schlag für den ehrgeizigen Zweiten der Vorsaison.

Die Werkself überzeugte nicht und fehlte an allem was ein Spitzenverein braucht. Zumindest verhinderte Leverkusen durch den Treffer von Jarell Quansah in der 88. Minute die weitere Niederlage nachdem Sheraldo Becker in der 67. Minute die Gäste vorne gebracht hatte. Am Sonntag könnten die Rivalen RB Leipzig und VfB Stuttgart ihren Vorsprung vorübergehend vergrößern. Im engen Tabellenende erzielten die Mainzer unter Trainer Urs Fischer mit dem Punkt einen lobenswerten Erfolg.

Bayer hatte nach dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League kaum Ruhepause. Es gäbe jedoch "keine Ausrede" unterstrich Trainer Kasper Hjulmand zum Auftakt einer "extrem entscheidenden Woche" im Streben nach der Topklasse. Es kommen die wichtigen Spiele am Mittwoch beim HSV und am kommenden Samstag beim SC Freiburg.

Zum Beginn des dreifachen Bundesliga Auftritts mangelte es Leverkusen an Geschwindigkeit Überzeugungskraft und Kreativität. Nach den schwachen Leistungen gegen Union Berlin (0:1) und Olympiakos Piräus (0:0) blieb die Mannschaft wieder einmal verschuldet. In dieser Verfassung hat die Werkself im Champions League Achtelfinale gegen Arsenal wohl keine Aussicht auf Erfolg.

Da auch die diszipliniert und tief stehenden Mainzer die ohne den Nationalspieler Nadiem Amiri aufgrund einer Ferse Verletzung ausfallen mussten nichts wagten floss das Spiel ohne Highlights dahin. Nur ein Elfmeter wurde Bayer verweigert weil Alejandro Grimaldo bei der Aktion im Abseits war (42.). Zusätzlich verschärfte Arthur vor der Halbzeit mit einer vermeintlich schweren Knieverletzung die Personalprobleme.

Hjulmand der die Mainzer in der Saison 2014/15 ohne großen Erfolg gecoacht hatte erkannte im zweiten Teil nur minimale Fortschritte. Er setzte zwar Ibrahim Maza und Martin Terrier ein doch das Angriffs duo brachte kaum Schwung ins Spiel. Erst nach mehr als 60 Minuten kam Patrik Schick aus nächster Nähe zum ersten echten Bayer Schuss (63.).

Die Mainzer warteten hingegen ruhig ab und konterten gnadenlos. Becker beendete die erste echte Mainzer Offensive nach der Pause mit einem direkten Volleyschuss zum 1:0. Leverkusen hatte kurz davor noch einen Penalty verlangt da Schick im Strafraum festgehalten wurde. Quansah sicherte am Ende wenigstens einen Zähler.