Nächste Frage: Schmidt ignoriert harte Statistiken
Nach 22 Partien nur 13 Zähler erzielt - eine derart magere Bilanz hat in der Bundesliga noch nie zu einem Verbleib im Oberhaus geführt, seit die Drei-Punkte-Regel gilt. Dennoch schließt Trainer Frank Schmidt vom Tabellenletzten 1. FC Heidenheim eine Rettung statistisch für unmöglich aus. Auf die Frage dazu reagierte der 52-Jährige am Freitag mit einem knappen "Nächste Frage".
Egal ob schwächste Abwehr, schwächste Attacke oder neun Auswärtsduelle ohne Sieg in Serie: "Mich interessieren derlei Zahlen nicht", unterstrich Schmidt vor dem anspruchsvollen Auswärtsduell des Aufsteigers gegen den VfB Stuttgart am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN). Denn es liege noch "kein endgültiges Urteil vor. Solange das nicht feststeht, weder im einzelnen Match noch in der gesamten Spielzeit, holen wir aus uns heraus, was drin ist. Ob das ausreicht, zeigt sich dann".
Seine Elf, die mit sechs Längen Rückstand auf den Abstiegsplatz kämpft, müsse fortwährend "einen frischen Start wagen", verlangte Schmidt. "Die Lage ist knifflig, und nun gilt es, uns endlich dieses Fünkchen Glück zu sichern." Trotz der jüngsten Misserfolge habe der FCH-Trainer das Team vorbereitet, "damit das Blatt sich endlich zu unseren Gunsten wendet".
Gelingt der Coup gegen Stuttgart? Schmidt selbst schwärmte in höchsten Tönen von der Truppe um Trainer Sebastian Hoeneß, die als Vierter auf dem Weg zur Champions League marschiert. Besonders der 4:1-Sieg der Schwaben in der Europa League gegen Celtic Glasgow am Donnerstag beeindruckte ihn. "Eine Meisterleistung", lobte Schmidt. "Ich staune über ihr Auftreten. Sie haben Celtic dominiert, ohne jegliche Lücke zu offenbaren."