Nach Stadionsprecher-Eklat: Köln muss 8000 Euro Strafe zahlen
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verhängt eine Strafe gegen den 1. FC Köln aufgrund der unpassenden Bemerkungen des Stadionsprechers Michael Trippel. Wie das DFB-Sportgericht am Dienstag bekanntgab, muss der Verein 8000 Euro zahlen.
Der Klub erhält zudem die Weisung, seinen Stadionsprecher klar darauf hinzuweisen, künftig auf unsportliche Kommentare zu verzichten, besonders bezüglich Schiedsrichter, deren Entscheidungen und weiterer Beteiligter am Spiel. Die Stadionansagen sollen nur neutralen Inhalt haben. Dies muss der DFB innerhalb einer Woche schriftlich bestätigt werden.
Im Bundesliga-Match am 7. März gegen Borussia Dortmund, das mit 1:2 verloren ging, hatte Trippel über die Lautsprecher die Urteile des Schiedsrichters Daniel Siebert angezweifelt. Der 71-Jährige rief hörbar aus: "Pfui, widerlich", als Siebert nach VAR-Prüfung eine Rote Karte für den FC-Verteidiger Jahmai Simpson-Pusey zeigte. Kurz nach dem Abpfiff fügte er hinzu: "Ich werde Ärger kriegen, aber ich sage es: In der Nachspielzeit gab es ein klares Handspiel eines Dortmunders, und das guckt sich noch nicht mal einer an." In der turbulenten Schlussphase hatte der BVB-Verteidiger Yan Couto den Ball mit dem Arm gespielt, doch trotz starker Proteste der Kölner erfolgte kein VAR-Einsatz.
Innerhalb des Vereins lösten Trippels Worte scharfe Kritik aus. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler äußerte unmittelbar nach dem Spiel: "Das gefällt mir nicht" und kündigte ein Gespräch zur Klärung an. Nach Ansicht des DFB milderte dieses Verhalten die Strafe ab. Trippel selbst entschuldigte sich in einer schriftlichen Erklärung beim Kontrollausschuss ausdrücklich für sein Verhalten.