Nach irritierten Äußerungen: Kritik am Stadionsprecher des 1. FC Köln

Nach irritierten Äußerungen: Kritik am Stadionsprecher des 1. FC Köln

Irritierte Bemerkungen des Stadionsprechers beim Bundesliga-Team 1. FC Köln haben innerhalb des Vereins scharfe Kritik ausgelöst. "Das passt mir nicht", äußerte Sportgeschäftsführer Thomas Kessler nach der 1:2-Niederlage (0:1) des Aufsteigers gegen Borussia Dortmund. Stadionsprecher Michael Trippel hatte während des Spiels über die Lautsprecher im Stadion Urteile des Schiedsrichters Daniel Siebert angezweifelt.

"Pfui, ekelhaft", rief Trippel klar vernehmbar, als Siebert die Rote Karte für FC-Verteidiger Jahmai Simpson-Pusey nach VAR-Eingriff verkündete. "Ich werde mir Ärger einhandeln, aber ich muss es sagen: In der Nachspielzeit gab es ein klares Handspiel bei einem Dortmunder, und niemand schaut sich das an", schimpfte der 71-Jährige zudem kurz nach dem Abpfiff. In der turbulenten Schlussphase des Matches hatte BVB-Verteidiger Yan Couto den Ball mit dem Arm berührt, und trotz starker Proteste der Kölner gab es keinen VAR-Einsatz.

Trotz aller Emotionen, die Trippel zeigen darf, sei es "nicht angemessen, dass ein Stadionsprecher bei einem Bundesligaspiel seine Gefühle über das Mikrofon auslässt", warnte Kessler und versprach ein klärendes Gespräch. Seit 1999 übt Trippel diese Rolle bei den Kölnern aus.

Den Frust über den fehlenden Elfmeterpfiff teilte Kessler. "Heute gab es zwei VAR-Interventionen. Einmal korrekt zu einer Roten Karte, einmal dass es kein Elfmeter ist. Und warum beim dritten Mal nicht, das weiß wohl nur er", kommentierte der 40-Jährige den Videoschiedsrichter Benjamin Cortus. Das "klare Handspiel" sei vergleichbar mit dem Foul von Simpson-Pusey "keine Absicht, aber definitiv ein Elfmeter."