Nach Derby-Ausbruch: St. Pauli kontert gegen Vuskovic

Nach Derby-Ausbruch: St. Pauli kontert gegen Vuskovic

Der FC St. Pauli hat den HSV-Spieler Luka Vuskovic für seinen Wutausbruch direkt nach dem Hamburger Stadtderby angeprangert. "Von Spielern, Trainern und Vertretern der Clubs fordern wir ein passendes und professionelles Verhalten: Sich nicht so einfach provozieren zu lassen, Fans nicht anzuschreien und keine Überschreitungen wie Spucken in Richtung Fans oder auf den Boden und an die Wand im Gangbereich der Kabinen", unterstrich der Kiezverein nach dem torlosen Unentschieden gemäß kicker in einer Erklärung.

Darin hieß es außerdem, dass Emotionen "vieles erklären, aber nicht alles entschuldigen. In diesem Kontext stört uns, dass teilweise über mehrere Tage ein Bild gezeichnet wird, wonach nur eine Partei provokativ oder schuldig gewesen sein soll, während andere Ereignisse ignoriert werden", gab St. Pauli am Samstag bekannt. 

Luka Vuskovic war vor Zorn kaum noch zu halten. Die Sticheleien der Heimmannschaft-Fans am Millerntor gegen ihn und seinen älteren Bruder Mario Vuskovic, der bis November eine Sperre wegen Doping verbüßt, konnte der Verteidiger des HSV nicht einfach hinnehmen. Laut Berichten in den Medien soll der 18-Jährige unter anderem in den Korridor der Umkleiden gespuckt haben.

"Ich verstehe nicht, was die St. Pauli-Anhänger sich dabei denken. Es ist total respektlos, meine Familie und meinen Bruder zu beleidigen", äußerte Vuskovic, der auf das Verhalten der Hausfans nach dem Schlusspfiff mit einem Finger an den Lippen geantwortet hatte, bei Sky. "Über die Fans habe ich nichts Positives zu berichten."

Im Allgemeinen äußerte sich der Kiezclub zu den "Emotionen" um das Spiel am Freitagabend: Zu einem Derby gehörten "auch Neckereien und leider vereinzelt Beleidigungen auf beiden Seiten. Solche Vorfälle sind an sich nicht willkommen und beide Seiten sollten sich davon lösen." Man setze sich für "ein respektvolles Zusammensein" ein, hieß es weiter: Dazu gehörten allerdings "weder abwertende Rufe von unseren Rängen noch frauenfeindliche Plakate, wie sie im HSV-Bereich zu sehen waren, noch weitere verletzende Aussagen".