Nach der 1:8 Pleite: VfL Wolfsburg startet Erholung

Nach der 1:8 Pleite: VfL Wolfsburg startet Erholung

Der VfL Wolfsburg hat sich nach der schweren Niederlage gegen Bayern München in der Fußball Bundesliga mühsam wieder gefangen. Nur drei Tage nach dem Fiasko beim deutschen Meister (1:8) sorgte das Team von Coach Daniel Bauer mit einem 2:1 Erfolg (1:1) über den FC St. Pauli zumindest ergebnismäßig für eine kleine Aufbesserung.

Christian Eriksen (25., Elfmeter nach Videoüberprüfung) erzielte seinen ersten Treffer für den VfL und Dzenan Pejcinovic (88.) sicherte den Wölfen in der unteren Tabellenregion etwas Luft. Am Sonntag hatte der VfL in München die größte Bundesliga Pleite der Vereinsgeschichte hinnehmen müssen, doch der Sieg gegen die abstiegsängstlichen Hamburger bringt Wolfsburg mit 18 Zählern nun vorübergehend Erleichterung.

Für St. Pauli wird der Kampf um den Klassenerhalt auf Position 17 (zwölf Punkte) jedoch immer knapper, der Anschlusstreffer von Eric Smith (40.) änderte daran nichts. Immerhin absolvierte das Team von Trainer Alexander Blessin durch das Schneetreiben am Vorwochenende ein Spiel weniger als die direkten Rivalen.

Vorab hatte Bauer hervorgehoben, dass er gegen St. Pauli wieder für gute Nachrichten sorgen möchte. Der 43 Jährige setzte daher auf Aaron Zehnter und Yannick Gerhardt, die Kilian Fischer und Mattias Svanberg im Vergleich zum Bayern Duell in der Anfangsformation ersetzten. Die erste Chance verpulverte Pejcinovic früh, Torwart Nikola Vasilj hielt sicher (4.). Die Wolfsburger wirkten insgesamt engagiert und übernahmen zunehmend das Kommando.

Nach dem wetterbedingten Ausfall des Spiels gegen RB Leipzig trugen auch die Hamburger, ohne den verletzungsgeplagten Kapitän Jackson Irvine, zu einem lebhaften Start in der VW Arena bei. Ein harter Schuss von Mathias Pereira Lage verfehlte das Ziel nur knapp (18.).

Wolfsburg erhöhte jedoch den Druck und Gerhardt kam zu zwei Schüssen in Folge, den ersten parierte Abwehrspieler Hauke Wahl unglücklich mit der Hand. Der Schiedsrichter Frank Willenborg pfiff nach Videoansicht auf Strafstoß, den Eriksen gelassen umsetzte.

Die Auswärtsmannschaft schwächte nicht nach. Ricky Jade Jones scheiterte an Kamil Grabara und vergab den Rebound aus naher Distanz, doch Smith glich aus. In der actionreichen Begegnung drängte Wolfsburg nach der Halbzeitpause auf die Vorentscheidung und dominierte öfter, St. Pauli wehrte sich standhaft. Pejcinovic traf schließlich per Kopfball und rettete die Heimmannschaft.