Nach Anschuldigung einer rechtsextremen Geste: FIFA entlastet WM-Referee Evans

Nach Anschuldigung einer rechtsextremen Geste: FIFA entlastet WM-Referee Evans

Evans war am vergangenen Sonntag beim WM-Duell zwischen Deutschland und Curaçao als unterstützender Video-Assistent tätig. Während der Live-Übertragung hielten die Kameras einen Moment fest, in dem er mit Daumen und Zeigefinger seiner rechten Hand einen Kreis formte. Da diese Handbewegung im Internet immer wieder mit rechtsextremen Kreisen in Verbindung gebracht wird, verbreiteten sich die Aufnahmen rasant auf Plattformen wie X (ehemals Twitter). Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken veranlassten die FIFA letztlich dazu, den Vorfall offiziell zu untersuchen.

In einer persönlichen Erklärung wies Evans jegliche politische Absicht energisch zurück und begründete das Geschehen mit einer unbeabsichtigten körperlichen Reaktion: "Ich möchte klar und deutlich betonen, dass ich zu keinem Zeitpunkt bewusst eine Handgeste oder ein Symbol ausgeführt habe, um irgendeine Botschaft, politische Überzeugung oder Zugehörigkeit zu vermitteln."

Evans: "Unwillkürliches Zucken"

"Die einzige Erklärung ist ein reflexartiges, unbewusstes Zucken, dessen ich mir in diesem Augenblick nicht einmal bewusst war. Ich bedauere die daraus entstandene Interpretation sehr, unterstreiche jedoch erneut, dass dieses Zeichen weder wissentlich noch absichtlich erfolgte."

Das Disziplinarkomitee folgte der Darstellung des Schiedsrichters und schloss den Fall, womit das Ganze für Evans ohne Sanktionen oder Sperren endet.