Muslic unter Beobachtung? Schalke Chef setzt auf Bestandigkeit

Muslic unter Beobachtung? Schalke Chef setzt auf Bestandigkeit
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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats bei Schalke, Axel Hefer, rechnet nicht mit einem raschen Abschied des talentierten Trainers Miron Muslic. "Der Club und Miron ergänzen sich ausgezeichnet, und Miron weiss das auch zu wurdigen", erlauterte der Verantwortliche des Zweitligisten in einem Gesprach mit dem Kicker, als es um Bedenken wegen moglicher Angebote von grosen Vereinen ging. "Vor allem zu Karrierebeginn braucht man eine Umgebung, die wirklich passt."

Vor Muslics Anstellung aus Plymouth Argyle im Sommer hatte er keine Vorurteile, anders als manche Experten um Schalke 04 herum. Aufgrund der Berichte des Sportdirektors Frank Baumann uber Muslic konnte er sich gleich "vorstellen, dass er zu uns passt", sagte Hefer und fugte lobend hinzu. "Wer unsere aktuellen Spiele anschaut, sieht eine feste Gruppe, die zusammenhaltt." Nach der unruhigen Vorjahressaison hat Muslic Schalke blitzschnell wieder stabilisiert.

Fur Erfolge sei eine gewisse "Bestandigkeit" notwendig, meinte Hefer. "Das ist eben der Fluch, der uns Schalkern anhangt. Wir haben seit Langem Probleme, auf den zentralen Posten Stetigkeit zu sichern." Mit Muslic (Vertrag bis 2027) und Baumann soll sich das andern. Der Einsatz des Sportdirektors seit seinem Amtsantritt im Juni 2025 verdient Achtung, so Hefer. "In einer Phase, wo im Verein alles brennt, mutig zu uns zu kommen, verlangt grossen Mut."

Nach dem Herbsttriumph ist das Vorhaben deutlich. Jeder mochte naturlich hochsteigen, aber Bescheidenheit gehort dazu. "Nach dem nahezu volligen Zerfall, den wir zu Jahresanfang der Dekade erlitten haben, lotsen wir den Club zuruck in die Bundesliga. Dort soll er sich festigen, sportlich, finanziell und emotional", erlauterte Hefer. "In den letzten Monaten gab es klare Fortschritte, doch wir sind noch weit vom Ziel entfernt."