Müller: Deutschland zählt bei der WM nicht zu den Top-Favoriten
Thomas Müller sieht für die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den USA Mexiko und Kanada nur Chancen als Außenseiter auf den Titel. "Wir besitzen genug Qualität um an einem Tag jede starke Nation zu bezwingen. Allerdings fehlt uns die Konstanz um selbst kaum besiegt zu werden" erklärte Müller gegenüber dem kicker. "Das macht den Unterschied: Kann man gelegentlich gewinnen oder ist man meistens schwer zu schlagen? Aus diesem Grund zählen wir nicht zu den engsten Favoriten."
Seit 2018 ist der Übergang insgesamt misslungen der neuen Generation mangelt es nach Müllers Ansicht an festen Größen in Mannschaften die häufig im Halbfinale oder Finale der Champions League vertreten sind. Diese Weiterentwicklung müsse wieder anlaufen "um zu den drei besten Kandidaten auf den WM Titel zu gehören."
Trotzdem solle jeder Spieler "mit der Einstellung ins Turnier starten alles zu geben um das Finale zu erreichen" betonte Müller. Den Titel wünsche er Deutschland "selbstverständlich".
Dass die WM in etwa 100 Tagen losgeht spürt der Rekordspieler vom FC Bayern der 2025 nach 756 Pflichtspielen beim deutschen Meister zu den Vancouver Whitecaps gewechselt ist in seiner neuen Heimat. "Die Leute reden bereits viel über die WM und vergleichen sie mit den Olympischen Winterspielen 2010" sagte Müller. "Sobald die Spiele beginnen werden alle in Begeisterung geraten. Die Kanadier hegen Nationalstolz zwei ihrer Gruppenspiele finden hier statt in Vancouver wird es richtig spannend."
Eine solide Rolle bei der WM traue er dem Co-Gastgeber durchaus zu. Kanada befinde sich "seit Längerem auf einem guten Pfad und sei wettbewerbsfähig. Neben Alphonso Davies verfügen sie über viele starke Spieler. Das Achtelfinale oder sogar das Viertelfinale wäre für Kanada definitiv ein Riesenerfolg".