Müller äußert sich zwiespältig zu WM-Aussichten der DFB-Elf

Müller äußert sich zwiespältig zu WM-Aussichten der DFB-Elf

Thomas Müller schaut mit ambivalenten Empfindungen auf die Chancen der deutschen Fußballauswahl bei der Weltmeisterschaft. "Unser Kader ist durchaus in der Lage, an einem starken Tag jeden Gegner zu bezwingen. Die Kehrseite ist jedoch, dass wir uns momentan nicht in jener Phase der deutschen Fußballvergangenheit befinden, wo wir vor einem Duell denken: Keiner kann uns stoppen. Diese Beständigkeit erkenne ich nicht", erklärte der Weltmeister aus dem Jahr 2014 in einem Gespräch mit MagentaTV.

Trotzdem sieht Müller vor dem Riesen-Event in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) eine klare "Möglichkeit zur Steigerung". Solange diese Option besteht, "können wir optimistisch vor dem Fernseher ausharren". Die Truppe um Nationaltrainer Julian Nagelsmann gerät in der Gruppenrunde an die Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire), Ecuador und den WM-Neuling Curacao.

Als Favoriten nennt Müller außer dem Titelverteidiger Argentinien vor allem Frankreich und England, zudem gibt er dem Nations-League-Triumphator Portugal gute Chancen. "Frankreich gehört zu den evidenten Kandidaten, allein wegen des Materials ihrer Spieler. Dazu kommt die Erneuerung, die sie durchgezogen haben. Einen vollen Generationswechsel gab es nicht, aber sie sind etwas jünger und vitaler geworden", sagte der 36-Jährige, der das Turnier als Kommentator für MagentaTV zusammen mit Mats Hummels und Jürgen Klopp begleiten wird. "Ich bin neugierig und freue mich bereits, wenn es zu unterschiedlichen Meinungen kommt. Es wird spannend, wer zuerst die Fassung verliert. Mein Tipp geht auf Klopp", ergänzte Müller.