Merz als Zuschauer: BVB siegt in letzter Sekunde
Unter der Anfeuerung von Friedrich Merz hat Borussia Dortmund durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit von Emre Can einen starken Start in die Rückrunde hingelegt. Der Kanzlerkandidat verfolgte das 3:2 (1:0) gegen den FC St. Pauli aus der VIP-Tribüne neben Präsident Hans-Joachim Watzke und feierte den elften Triumph der Saison, in dem Karim Adeyemi mit Tor und Assist glänzte. Entscheidend war jedoch Kapitän Can (90.+5, Foulelfmeter nach VAR-Check).
Ähnlich wie im 3:0 gegen Werder Bremen diese Woche überzeugte Kovacs Team nur mässig. Julian Brandt (45.+1) erzielte das 1:0, das in dieser Spielphase unerwartet kam. Mit dem Vorsprung zeigte Dortmund nach der Pause mehr Stabilität, während die kriselnden Hamburger mehr wagen mussten. Karim Adeyemi (54.) machte es 2:0, doch St. Pauli kämpfte zurück: James Sands (62.) und Ricky-Jade Jones (72.) köpften jeweils ein, bevor Can den Sieg sicherte.
Kovac setzte wieder auf Stürmer Fábio Silva statt Topscorer Serhou Guirassy, der erst bis zur 71. Minute zusehen durfte. Anstelle von Maximilian Beier startete Adeyemi, und für Niklas Süle rückte Can in die Abwehrreihe.
Trotz der Rotationen fehlte dem BVB der Schwung. Brandt verpasste in der 13. Minute eine Hechance, die Hauke Wahl für Keeper Nikola Vasilj klärte. Ansonsten fiel es Dortmund schwer, Chancen zu kreieren.
Ein Freistoß musste reichen, den Brandt (26.) so nah am Tor vorbeibehielt, dass das Stadion die Fanmelodie startete. Kurz drauf parierte Kobel gegen Mathias Pereira Lage (27.), und Can (39.) riskierte fast ein Eigentor. St. Pauli blieb dran und war in dem chaotischen Match stellenweise überlegen. Erst kurz vor der Halbzeit schob Brandt nach einer Flanke von Adeyemi den Ball über die Linie.
Der zweite Abschnitt begann dynamischer für den BVB, der den zweiten Treffer bald landete. Brandt gewann den Ball im gegnerischen Aufbau, servierte Silva, der zu Adeyemi auslegte.
In dem Moment, als Dortmund die Oberhand zu gewinnen schien, köpfte Sands nach einer Ecke ein. Sofort startete Blessin die Finaloffensive mit drei Wechseln, darunter Jones, um den Ausgleich zu holen. Jones verursachte jedoch in der Nachspielzeit den Penalty.