"Meine Seele tut weh": Díaz spricht über das Panenka-Drama

"Meine Seele tut weh": Díaz spricht über das Panenka-Drama

Entsetzt, fassungslos und tief getroffen: Nach dem verpatzten Elfmeter in der Verlängerung des Afrika-Cup-Finals gegen Senegal geht Brahim Díaz streng mit sich selbst ins Gericht. "Meine Seele tut weh. Gestern habe ich gefehlt und ich nehme die volle Verantwortung dafür auf mich und bitte von Herzen um Verzeihung", teilte der Torschützenkönig des Wettbewerbs in einer gefühlvollen Mitteilung auf Instagram mit.

Den Fluch der 50-jährigen Titellosigkeit Marokkos mit dem fehlgeschlagenen Panenka-Straßschuss nicht zu brechen, wird noch lange an ihm nagen, so der 26-Jährige. "Es fällt mir schwer, darüber hinwegzukommen, da diese Verletzung nicht schnell heilt, doch ich werde mein Bestes tun."

Angesichts seines gewagten Tricks und der enormen Wichtigkeit des Spiels hagelte es teils scharfe Kritik auf Díaz. Er habe eine ganze Nation enttäuscht, urteilte der ehemalige Bundesliga-Profi Michél Dinzey als TV-Experte bei Sportdigital und ergänzte: "Einen Elfmeter schießt man nicht so."

Trotzdem erhielt der Spieler von Real Madrid viel Unterstützung. Schon vormittags zeigte Teamkollege Kylian Mbappé seine Sorge um Díaz' seelischen Zustand. "Ich habe ihm eine Nachricht gesendet, aber noch nichts zurückbekommen. Ich kenne diese Lage aus eigener Erfahrung", meinte Mbappé auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Match der Königlichen gegen AS Monaco. "Es wird Frust und Zorn geben. Das marokkanische Volk hat jahrzehntelang auf diesen Pokal gehofft und war so dicht davor. Das gehört zum Leben als Profifußballer."