"Mehr lässt sich nicht verlangen": Rettig schützt Nagelsmann
Die deutsche U21 musste im entscheidenden Duell gegen Nordirland auf die direkte Anwesenheit von Julian Nagelsmann verzichten, doch Andreas Rettig stellte sich nun schützend vor den Nationaltrainer: "Ich frage mich, ob dieses Thema nicht allmählich öde wird", begründete der DFB-Manager bei ProSieben Maxx die Abwesenheit des Trainers in Belfast: "Man kann nichts weiter fordern, als dass bei einem U21-Match drei Mitglieder des Stabs mit dabei sind".
Dass Nagelsmann, der mit der A-Auswahl erst 24 Stunden vorher in Belfast ein WM-Qualifikationsspiel absolviert hatte, dem Nachwuchs trotz vorteilhafter Situation fernblieb, hatte zuvor Kritik hervorgerufen. "Wir sind keineswegs unterbesetzt", fuhr Rettig fort, der Cheftrainer habe "die angemessenen Prioritäten gewählt".
Der Nationalcoach hatte seine Fehlzeit vorab mit einem wesentlichen Analysetermin gerechtfertigt und das U21-Team wie bei der EM vom Bildschirm aus begleitet. "Ich verfolge es auf gewohnte Weise und drücke die Daumen", hatte der 38-Jährige auf der Pressekonferenz am vorherigen Tag erläutert. Vor Ort solle er durch drei Personen seines Trainerteams ersetzt werden, "die für den Erhalt des Kontakts verantwortlich sind", hatte Nagelsmann hinzugefügt. Darüber hinaus pflege er "eine ausgezeichnete Verbindung" zu U21-Trainer Antonio di Salvo.