Mehr als 50 Verletzte: Schwere Ausschreitungen vor Topduell der 2. Bundesliga
Vor dem Auswärtsspiel von Hertha BSC gegen Schalke 04 in der zweiten deutschen Fußball-Liga kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern aus Berlin und den Beamten der Polizei. In einer Mitteilung auf der Plattform X am späteren Samstagabend erklärte die Polizei, es habe "gewaltsame Übergriffe isolierter Fan-Gruppen auf unsere Kollegen" gegeben. Aus diesem Grund war der Einsatz von Pfefferspray erforderlich, "um die Beamten und unschuldige Zuschauer zu schützen". Bisher wurden 21 Polizisten und 31 Supporter als verletzt gemeldet.
Die Faninitiative von Hertha BSC schilderte die Ereignisse in einer Erklärung hingegen anders: "Beim heutigen Match gegen das Team aus Gelsenkirchen erlebten wartende Fans massive Übergriffe durch die Polizei am Zugang zur Osttribüne." Es sei zu "Provokationen durch die Polizeieinheiten" und "einer willkürlichen Festnahme" gekommen.
Bereits vor Spielbeginn hatte die Faninitiative angekündigt, das Stadion zu räumen. Auch die Anhänger von Schalke unterbrachen ihre Unterstützung.
Der Manager von Hertha, Peter Görlich, räumte ein, dass "am Zutritt zur Ostkurve Gewalt von beiden Seiten ausging". "Wir sammeln derzeit alle Details. Spekulationen wollen wir vermeiden."
Bei dem Match war zudem die Berliner Innensenatorin Iris Spranger anwesend. Görlich erklärte: "Wir haben vereinbart, uns auszutauschen, und planen auch Gespräche mit der Polizei. Seit der Konferenz der Innenminister diskutieren wir an verschiedenen Punkten mit den Behörden und sehen Chancen, dort positiv einzugreifen."