Matchwinner Guirassy: BVB macht Druck auf Bayern

Matchwinner Guirassy: BVB macht Druck auf Bayern

Borussia Dortmund als Titelanwärter in der Bundesliga hat sich trotz einiger Schwierigkeiten weiter der Spitzenmannschaft Bayern München genähert und den Druck auf den Ligaführer verstärkt. Das Team unter Leitung von Coach Niko Kovac besiegte das angeschlagene VfL Wolfsburg mit 2:1 (1:0) und reduzierte den Rückstand zum Tabellenersten vorerst auf drei Punkte. Die Mannschaft aus Wolfsburg rutscht hingegen tiefer in ihre sportliche Schieflage.

Für Dortmund schossen Julian Brandt in der 38. Minute und der entscheidende Treffer von Serhou Guirassy in der 87. Minute die Tore, wodurch der BVB mit 48 Punkten nun den Bayern mit 51 Zählern eng auf den Fersen folgt. Am 28. Februar steht das direkte Aufeinandertreffen mit den Bayern an, die am Sonntag gegen die derzeit gut in Form befindliche TSG Hoffenheim ihrerseits punkten könnten.

Die Dortmunder setzten ihre siebzehn Spiele dauernde Serie ohne Niederlage fort, während in Wolfsburg nach dem dritten Spiel in Serie ohne Sieg mit 19 Punkten die Ängste vor dem Abstieg zunehmen. Das Tor von Konstantinos Koulierakis in der 52. Minute brachte dem VfL keinen Durchbruch.

Obwohl die Ausgangsposition günstig war, wollte Kovac vor dem Match gegen seinen ehemaligen Club nicht an die Tabellenspitze denken. "Der Fokus liegt nicht bei den Bayern", sagte der BVB Trainer bei Sky. "Aktuell sind Leipzig, Leverkusen, Hoffenheim und Stuttgart unsere Rivalen. Die wollen wir abhängen." Allerdings musste Kovac kurzfristig auf Marcel Sabitzer, Filippo Mane und verletzungsbedingt auf Karim Adeyemi verzichten. Emre Can pausierte wegen Adduktorenbeschwerden und könnte in den nächsten Wochen fehlen, außerdem war Yan Couto krankheitsbedingt nicht einsatzbereit.

Unter Berücksichtigung der Absenzen änderte Kovac im Vergleich zum knappen Sieg gegen den 1. FC Heidenheim (3:2) seine Startformation an drei Stellen und ließ Niklas Süle, Julian Ryerson und Maxi Beier von Anfang an spielen. Der BVB übernahm früh das Spielgeschehen, doch Wolfsburg kämpfte hart in den Duellen. Die erste echte Gelegenheit für Dortmund durch Guirassy in der 7. Minute prallte ab und ging übers Netz, die folgende Ecke blieb ergebnislos.

Die Auswärtsmannschaft drückte weiter, und VfL Torwart Kamil Grabara (13.) parierte gegen Süle sicher. Bald darauf ereignete sich der erste Rückschlag für Wolfsburg: Kilian Fischer musste nach einer Behandlung verletzungsbedingt abbrechen, und Jan Bürger rückte in der 17. Minute ein. Wolfsburg kam kaum zu Angriffen, und Konter über Mohamed Amoura scheiterten. Der Angreifer verballhornte dabei eine große Gelegenheit aus freier Position vor dem Tor (26.).

Kurze Zeit darauf hatte Dortmund Pech: Beiers Schuss wurde von Denis Vavro in letzter Sekunde zur Latte abgelenkt, und der Ball fiel knapp vor der Linie auf den Boden (32.). Brandt nickte schließlich aus einer Ecke die Führung für Dortmund ein. Direkt nach der Halbzeitzeit brachte Koulierakis die Heimmannschaft zurück ins Rennen. Der BVB versuchte, das Ballbesitz zu dominieren. Wolfsburg blieb jedoch durch Amoura bedrohlich, verspielte dabei mehrere Chancen. Am Ende blieb Guirassy in der Schlussphase cool und entschied das Spiel.