Magdeburg siegt im hektischen Torfest gegen Fürth
Der 1. FC Magdeburg hat ein irrwitziges Tor-Gewitter beim Auswärtsspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth gewonnen und einen entscheidenden Erfolg im Kampf um den Verbleib in der 2. Bundesliga errungen. Das Team unter Trainer Petrik Sander bezwang die Franken mit 5:4 (5:3) und kletterte auf Platz 13 der Tabelle. In der zweiten Liga gab es zuvor nur dreimal acht Treffer allein in der ersten Halbzeit.
Die Fürther, die nun mit 52 Gegentoren nach 21 Partien am Tabellenende stehen, hatten durch Brynjar Ingi Bjarnason (8.) zuerst geführt. Doch es folgte eine rasante Torflut. Magdeburg erzielte zwischen der 13. und 33. Minute fünf Ziele, ein Eigentor von Reno Münz (13.) leitete den Spurt ein. Daraufhin steuerte Mateusz Zukowski ein Hattrick bei (15., 29., 33.), ergänzt durch Rayan Ghrib (23.). Doni Arifi (43.), Jan Elvedi (45.+5) und Sayfallah Ltaief (47.) holten die Heimmannschaft jedoch wieder auf.
Angesichts der Rangfolge hätte man ein vorsichtiges Aufeinandertreffen zweier Teams erwartet. Stattdessen sorgten beide Seiten von Anfang an für Action und zeigten erhebliche Defizit in der Abwehr. Magdeburg profitierte gnadenlos von den Fehlern der Gastgeber, insbesondere Zukowski und der kreative Mittelfeldspieler Baris Atik waren unaufhaltsam.
In der eigenen Defensive war der FCM jedoch ebenfalls unkontrolliert. Besonders Keeper Dominik Reimann wirkte wackelig und kämpfte mit Flanken. Drei Gegentore fielen nach Standards, und als Atik einen miserablen Pass abgab, den Ltaief nutzte, stand es wieder ausgeglichen.
In diesem Tempo hielt es jedoch nicht an, Fürth jagte den Tiebreaker. Beide Mannschaften fanden nun seltener den Weg zum Tor des Gegners.