Magdeburg: Forderung nach Geisterspielen für mindestens ein Jahr
Im Anschluss an die heftigen Ausschreitungen beim Spiel der Zweitliga Teams 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden verlangt die Deutsche Polizeigewerkschaft in Sachsen Anhalts harte Maßnahmen. Aus ihrer Sicht sollen der Deutsche Fußball Bund und die Deutsche Fußball Liga Geisterspiele in Magdeburg für wenigstens ein Jahr anordnen, wie es in einer Erklärung vom Dienstag hieß.
Nur so eine durchgreifende und von beiden Seiten unterstützte Aktion könnte ein deutliches Zeichen senden, dass der professionelle Fußball diese Art von Gewalt entschieden ablehnt und nicht toleriert, erklärte Olaf Sendel als Leiter der DPolG in Sachsen Anhalts.
Die umfassenden Gewaltakte stellen eine neue alarmierende Stufe der Aggression im deutschen Fußball dar, wurde betont. Solche Vorfälle dürfen nicht bagatellisiert oder straffrei bleiben. Besonders viele Fans aus Magdeburg hätten gezielte und abgestimmte Übergriffe auf die Polizei unternommen. Die Beamten wurden angeblich mit Flaschen, Steinen, Bierfässern, Kanaldeckeln sowie sogar Bordsteinkanten beworfen.
Rund 70 Einsatzkräfte erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere. In einigen Fällen laufen Ermittlungen wegen Versuchter Tötung, wie die Gewerkschaft mitteilt.