Leverkusen quält sich ins Achtelfinale und bangt vor Bayern-Chaos

Leverkusen quält sich ins Achtelfinale und bangt vor Bayern-Chaos

Leverkusen hat mit grosser Mühe seinen Vorsprung in der Champions League gehalten und unspektakulär das Achtelfinale erreicht. Eine Woche nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel hat die unsichere Werkself durch ein 0:0 gegen Olympiakos Piräus zwei weitere Topspiele in der Eliteklasse gesichert. Dennoch lauert eine intensive Bayern-Periode.

Der deutsche Vizemeister war im zweiten Spiel gegen Piräus eine Weile zu wenig aggressiv und hatte defensive Schwächen. Da die motivierten Griechen jedoch kaum Chancen nutzten, war die Qualifikation nie wirklich bedroht. Wie im Vorjahr ist Bayer unter den besten 16 Teams in Europa, die Auslosung erfolgt am Freitag in Nyon.

Wartet auf Leverkusen nun eine Bayern-Serie? Im Achtelfinale (10.11. und 17.18. März) könnte die Werkself auf die Münchner oder Arsenal treffen. So stünden drei Duelle gegen den deutschen Meister in einer Woche im März an. Hinzu kommt das Ligaspiel plus das Pokal-Halbfinale gegen Bayern im April.

Davon wollte Trainer Kasper Hjulmand vorab nichts hören. Der Bayer-Coach mahnte seine Spieler: Den 2:0 vom Hinspiel nannte er "solides", aber auch "riskantes" Ergebnis. Mit halber Kraft, das liess er durchblicken, würde es nicht funktionieren. "Wir brauchen unsere Topform", unterstrich der Däne.

"Angreifenden Fussball", wie Hjulmand es verlangt hatte, zeigte Bayer zu Beginn. Im Zentrum stand wieder Patrik Schick, der im Hinspiel beide Tore geschossen hatte. Der Kopfball des Stars verfehlte das Tor nur knapp (4.), sein Lupfer reichte nicht (6.).

Der Elan liess etwas nach, als Leverkusen durch defensive Fehler selbst Druck erzeugte. Die Rheinländer konnten sich glücklich schätzen, dass der laute griechische Meister das nicht ausnutzte.

Je länger die erste Hälfte andauerte, desto mehr ähnelte Leverkusens Spiel der überraschenden Liganiege in Berlin gegen Union (0:1) letztes Wochenende. Trotzdem setzte Hjulmand nach der Umstellung in Köpenick weitgehend auf dieselbe Startelf, die zuvor gegen Olympiakos überzeugt hatte.

Zum Unglück musste Ibrahim Maza nach der Pause verletzt abbrechen. Der Ersatzmann Ernest Poku bereitete jedoch Alejandro Grimaldo vor, der bei einer der wenigen Bayer-Chancen die Latte traf (62.).

Die Zurückhaltung der Leverkusener gab den Gästen, die in der Gruppenphase zu Hause mit 2:0 gegen Hjulmands Mannschaft gewannen, neuen Schwung. Bayer musste in der Endphase hart in der Abwehr arbeiten.