Lazio Rom: Protestzug der Anhänger und Boykott im Stadion
Die Frustration der Supporter des italienischen Erstligisten Lazio Rom bezüglich Präsident Claudio Lotito hat einen temporären Höhepunkt gefunden. Nach einem Marsch zum Stadio Olimpico gab es beim Montagspiel zu Hause gegen US Sassuolo (2:1) den vierten Boykott hintereinander. Kaum 5000 Besucher beobachteten das Spiel.
Im jahrelangen Streit beschuldigen die Fans den 68-jährigen Leiter unter anderem einer zu vorsichtigen Strategie bei Neuzugängen und fehlender Förderung der sportlichen Stärke des Teams. Anlässlich der neuesten Aktion kamen die Befürworter vor der Curva Nord zusammen, ihrem gewohnten Bereich, und motivierten die Spieler von aussen her.
Nach Presseangaben hatte Lotito zu Beginn des letzten Monats ein Treffen mit den enttäuschten Gruppen zugesagt, allerdings sorgte kürzlich eine unerwünschte Offenlegung eines Anrufs für frische Unruhe. "In diesem Klub gibt es nur einen Leiter, und der bin ich, Claudio Lotito. Kein Sarri. Möchte Sarri jemanden holen, soll er das aus eigener Tasche tun. Der Übungsleiter nutzt, was verfügbar ist, sonst taugt er nichts", erklärte Lotito in diesem Austausch zum Thema Übungsleiter Maurizio Sarri.