Kurz vor dem Finale: Senegal wirft Gastgeber Marokko Missstände vor
Kurz vor dem Finale der Afrikameisterschaft hat der senegalesische Fußballverband FSF Kritik an Gastgeber Marokko geübt. In einer offiziellen Erklärung äußerte der FSF seine tiefe Sorge über diverse Unregelmäßigkeiten vor dem entscheidenden Spiel am Sonntag (20.00 Uhr bei Sportdigital und DAZN) in Rabat.
Der Verband kritisierte die vorhandenen Bedingungen als unvereinbar mit der Bedeutung eines solchen Turniers. Bei der Ankunft der Mannschaft mit Stars wie Sadio Mané und Nicolas Jackson aus München am Bahnhof sei es zu einer riskanten Lage gekommen aufgrund fehlender Schutzmaßnahmen.
"Das was gestern vorgefallen ist war absolut ungewöhnlich" erklärte Nationaltrainer Pape Thiaw. "Bei der Menge an Leuten hätte alles passieren können. Meine Spieler waren potenziell bedroht."
Auch die Beherbergung bereitete Schwierigkeiten als erst nach einem Einspruch ein passendes Fünf Sterne Hotel zugeteilt wurde. Zudem stieß der angebotene Trainingsort für die Senegalesen auf Empörung.
Der FSF fühlte sich benachteiligt bezüglich der Ticketverkäufe. Die etwa 3000 Karten die der Verband gekauft hat seien angesichts der hohen Nachfrage zu wenig für das Spiel im Prince Moulay Abdellah Stadion mit 69500 Plätzen.
Das organisatorische Komitee Marokkos versuchte in einer Samstagsmitteilung Zweifel an einem reibungslosen Finale zu zerstreuen. Es wurden genügend Vorkehrungen getroffen. Dennoch wurde an die Anhänger appelliert frühzeitig fünf Stunden vor Spielbeginn einzutreffen um den Ablauf zu unterstützen.