KSC gewinnt Rechtsstreit gegen Ticketplattform Viagogo
Der Karlsruher SC hat einen entscheidenden juristischen Sieg im Streit mit der Ticketbörse Viagogo davongetragen. Das Landgericht Mannheim hat am Mittwoch den unbefugten Wiederverkauf von Eintrittskarten zu Spielen des Zweitligisten auf der Plattform untersagt. Darüber hinaus muss Viagogo in Zukunft klar darauf hinweisen, dass Tickets von dort keinen garantierten Zutritt ins Stadion bieten.
Das Gericht ging in allen Belangen der Argumentation des KSC nach. Auslöser des Prozesses war der wiederholte Verkauf von Karten zu Heimspielen des Vereins über Viagogo. Für die Fans ist das besonders heikel, weil diese Tickets oft zu stark erhöhten Preisen angeboten werden und es obendrein das Risiko birgt, am Stadion keinen Einlass zu bekommen.
Ähnlich wie bei früheren Urteilen zu Gunsten des FC St. Pauli und von Union Berlin hat das Mannheimer Gericht nun auch für den KSC eine Täuschung der Anhänger bestätigt. Viagogo lässt das Risiko eines abgelehnten Stadioneintritts unerwähnt.
"Dieses Urteil stellt einen entscheidenden Fortschritt dar, um unsere Fans vor dubiosen Ticketangeboten und übertriebenen Preisen zu bewahren. Wir werden zukünftig weiterhin energisch gegen ungenehmigte Ticketverkäufe vorgehen und rufen unsere Fans auf, Karten nur über offizielle Kanäle zu erwerben und weiterzuverkaufen", erklärte Michael Becker, Sprecher der KSC-Geschäftsführung.