Krösche zu Problemen beim Nachwuchs: "Hatten einen Mittagsschlaf eingelegt"
Der Sportvorstand der Eintracht Frankfurt, Markus Krösche, hat in den letzten Jahren die Jugendarbeit im deutschen Fußball scharf kritisiert. Vereine und Verbände seien bei der Förderung junger Talente nicht in einen "Winterschlaf" verfallen, aber sie hätten "mindestens einen Mittagsschlaf" gehalten, erklärte der Verantwortliche auf der SPOBIS Konferenz in Hamburg. "Wir müssen nun herausfinden, wie wir wieder aufwachen und uns den zentralen Bereichen widmen können."
Um weitere Spitzenkräfte zu entwickeln, gelte es, den Fokus stärker auf die Ausbildung zu legen. "Es ist notwendig, dass wir Initiativen ergreifen und sicherstellen, dass die Spieler erheblich mehr Einsatzzeit" auf "dem höchsten Niveau" erhalten, "dass wir in der Weiterbildung von Trainern und in der Ausbildung zum Trainer wieder priorisieren."
Krösche gehört einer Fachgruppe an, die die Deutsche Fußball Liga (DFL) beauftragt hat, unter anderem Grundlagen für eine sportlich siegreiche Zukunft des deutschen Fußballs zu schaffen. Ein solcher Ansatz ist die Schaffung einer neuen U21 Liga.
"Wir schulen unsere Talente einfach zu mangelhaft", betonte Krösche. Deshalb sei es entscheidend, "einfach loszulegen und umzusetzen" und sich nicht "in endlosen Debatten zu verlieren, das bringt uns nicht voran."