Krise geht weiter: Eintracht bricht nach Vorsprung ein

Krise geht weiter: Eintracht bricht nach Vorsprung ein

Der Absturz dauert an, ebenso die Flut an Gegentoren: Eintracht Frankfurt verlor auch das zweite Match unter dem Interimtrainer Dennis Schmitt und riskiert in der Fußball-Bundesliga, den Kontakt zu den europäischen Plätzen zu verlieren. Die SGE unterlag der TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag trotz vorübergehender Führung mit 1:3 (1:0). Nach der Entlassung des Cheftrainers Dino Toppmöller vor einer Woche warten die Hessen nun seit fünf Bundesligaspielen auf einen Erfolg.

Max Moerstedt (52.) und Ozan Kabak (60.) erzielten mit Kopfbällen den dritten Dreifachsieg der TSG im dritten Bundesligaspiel des Jahres 2026, ergänzt durch ein Eigentor von Aurele Amenda (65.). Für Frankfurt reichte der FührungsTreffer des Winterneuzugangs Arnaud Kalimuendo (18.) nicht aus. Die Kraichgauer sicherten durch ihren elften Saisontriumph den dritten Platz für die Champions League und warfen die Eintracht auf neun Punkte Abstand.

In den vier Pflichtspielen des neuen Jahres hatte Frankfurt stets drei Gegentore hinnehmen müssen, Sportvorstand Markus Krösche trieb das Team drei Tage nach dem Champions-League-Aus an. "Ich denke, wir müssen als Team besser verteidigen", äußerte er vor dem Anpfiff bei DAZN, "es zehrt am Selbstbewusstsein, wenn man so oft viele Tore kassiert."

Entsprechend setzte Frankfurt zu Beginn auf defensive Sicherheit, Hoffenheim presste hoch. Vor 58500 Zuschauern entstand zunächst ein ausgewogenes Spiel ohne große Chancen, bis Can Uzun den Ball zu Kalimuendo legte, der aus halblinker Position den TSG-Keeper Oliver Baumann überlistete. 

Die Gäste blieben vom Rückstand unberührt: Kabak köpfte nach einer Ecke ans Holz (21.), Andrej Kramaric kurvte einen Freistoß knapp links vorbei (29.). Trotz verbesserter Defensive der Eintracht musste Torwart Kaua Santos eingreifen, indem er einen Schuss von Fisnik Asllani stark parierte (39.) und einen Kopfball von Wouter Burger im zweiten Versuch hielt (45.+1). Die Pausenführung der SGE war insgesamt zu günstig.  

Nach der Pause strebte die SGE mehr Offensivdruck an, doch auf der Gegenseite flankte Burger zu Moerstedt, der zum Ausgleich köpfte. Torhüter Santos wirkte dabei unsicher. Hoffenheim drängte weiter und übernahm die Führung: Burger flankte von rechts, Kabak nickte den Ball über die Linie. 

Für Frankfurt wurde es noch schlimmer: Fünf Minuten nach dem Rückstand lenkte Amenda einen Schuss von Vladimir Coufal ins eigene Tor. Die Adlerträger suchten in der nun stillen Arena nach Schadensbegrenzung, Hoffenheim lauerte auf Gegenstöße.