Koubek zuversichtlich: Tschechen wollen Mexiko trotz Azteken-Mythos überraschen
Während Co-Gastgeber Mexiko nach Siegen gegen Südafrika und Südkorea bereits vorzeitig als Gruppensieger feststeht, geht es für die Tschechen um alles oder nichts. Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Partien benötigt das Team dringend ein Erfolgserlebnis, um das vorzeitige WM-Aus abzuwenden.
Die Aufgabe könnte kaum schwerer sein: Mexiko ist im bisherigen Turnierverlauf noch ohne Gegentor und kann sich einmal mehr auf die lautstarke Unterstützung im ausverkauften Azteca-Stadion verlassen. Historisch gesehen ist die Arena eine absolute Festung: Bei den Weltmeisterschaften 1970, 1986 und 2026 blieb Mexiko dort in acht Spielen ungeschlagen (sechs Siege, zwei Unentschieden).
Koubek zeigte sich vor den Medienvertretern am Dienstag respektvoll, aber kämpferisch. "Wir wissen, wie beeindruckend ihre Bilanz ist. Das verdient allergrößten Respekt – vor dem mexikanischen Fußball ebenso wie vor ihren fantastischen Fans. Dennoch müssen wir uns voll auf unsere eigene Aufgabe fokussieren. Wir brauchen die Punkte, sonst fliegen wir nach Hause."
Zum Match-Center: Tschechien vs. Mexiko
Trotz der Außenseiterrolle glaubt der Trainer fest an eine Überraschung: "Im Fußball gibt es immer wieder Wunder, nichts ist unmöglich. Mit dieser Einstellung gehen wir ins Spiel. Wir dürfen uns nicht von Statistiken lähmen lassen, sondern müssen unseren Traum jagen."
Kapitän Krejci setzt auf Playoff-Mentalität
Auch Kapitän Ladislav Krejci beschwört den Teamgeist und erinnert an die erfolgreiche Qualifikation im März, als man sich in den Playoffs gegen Irland und Dänemark durchsetzte: "Das ist unsere allerletzte Chance. Die Erfahrungen aus dem Frühjahr sind jetzt Gold wert. Damals haben wir bewiesen, dass wir über uns hinauswachsen und vermeintlich stärkere Teams schlagen können. Das können wir auch gegen Mexiko schaffen."
Dass dafür eine deutliche Leistungssteigerung nötig ist, weiß auch Koubek. In den ersten beiden Gruppenspielen gab Tschechien jeweils eine Führung aus der Hand. "Wir müssen vor dem Tor kaltschnäuziger werden, mutiger kombinieren und mehr Spielkontrolle übernehmen", fordert der Coach. "Mit dem, was wir bisher gezeigt haben, sind wir nicht zufrieden. Wir wollen und müssen uns steigern."