Köln: Kwasniok möchte nach der Erleichterung klar denken
Der erste Sieg in der Liga seit dem frühen November hat beim 1. FC Köln und bei Trainer Lukas Kwasniok für ein Aufatmen gesorgt. "Heute handelt es sich um drei Punkte mit etwas Erleichterung", erklärte der 44-Jährige nach dem entscheidenden 2:1 (0:1) gegen den FSV Mainz 05.
"Wenn man längere Zeit nicht siegt, wirkt ein Erfolg dann umso bedeutender", meinte Kwasniok und appellierte zugleich an die Besonnenheit: "Rein sachlich gesehen sind es aber nur drei Punkte. Wir müssen den Kopf klar halten."
Durch diesen ersten Triumph nach zuvor acht Spielen ohne Erfolg liegt der Aufsteiger bei 20 Punkten und weist nun acht statt wie bei einer weiteren Pleite nur vier Punkte Vorsprung auf die unmittelbaren Abstiegsränge auf.
Daran hatte Ragnar Ache maßgeblich Anteil. In der 57. Minute traf der Angreifer per Kopf zum Ausgleich, in der 86. Minute schoss er den hochgefeierten Siegtreffer. Zuvor hatte Mainz durch Stefan Bell in Führung gelegen (29.).
Kwasniok lobte zudem die Anhänger, die seien "der entscheidende Faktor im Spiel" gewesen. "Hier möchte ich dem Stadion, der Südkurve und dem Team danken, denn sie haben in der zweiten Hälfte genau das umgesetzt, was wir ihnen mitgegeben haben, nämlich mutig aufzutreten", sagte Kwasniok: "Den Tapferen gehört die Welt und heute der Sieg."
Die erforderliche Entschlossenheit fehlte hingegen bei Mainz-Trainer Urs Fischer, dessen Mannschaft zu zurückhaltend agiert habe: "Wichtig ist, dass wir das lernen. In zukünftigen Partien werden auch wieder solche Momente kommen, in denen der Gegner Druck macht. Man muss dann standhaft bleiben und sich nicht zurückziehen."
Die Rheinhessen erlitten die erste Niederlage unter Fischer, seit der Schweizer Ende November das Amt des entlassenen Bo Henriksen übernommen hat, und befinden sich nun erneut auf dem vorletzten Tabellenplatz.