Köhn für Ghana: 'Es wirkt etwas unwirklich' – Erster Tanz im Nationalmannschaftsdebüt
Er trage "auch die typische deutsche Einstellung in sich. Trotzdem fühle ich mich durch meine Eltern stark mit Ghana verknüpft, es ist auf eine besondere Weise mein Land der Mutter und des Vaters", sagte Köhn. Zwei Seelen hausten in seiner Brust, für die ganze Familie sei das Match "besonders", es würden "viele Freunde und Vertraute" ins Stuttgarter Stadion strömen.
Zum Spielzentrum: Deutschland gegen Ghana
Köhn zum Tanz als Einstieg in Ghanas Team
Seine Wahl für Ghana trotz der deutschen Herkunft schreibt Köhn hauptsächlich dem Nationalcoach Otto Addo zu, der ebenfalls aus Hamburg kommt. "Unsere Unterhaltungen mit ihm waren entscheidend." Die Bindung zu Addo sei bereits in der gemeinsamen HSV-Zeit "eng" gewesen, "er hat mich stark beeindruckt" und motiviert.
Im Begrüßungszeremoniell der ghanaischen Nationalmannschaft bewies Köhn seine Nähe zu dem westafrikanischen Land durch eine markante Geste: Er tanzte. "Der verlangte Tanz war der Azonto. Den beherrschen in Ghana alle", erläuterte er: "Ich schaffe ihn ebenfalls, wenngleich nur mäßig gut, wie ich einräumen muss. In unserer Region haben wir oft ghanaische Lieder gehört und danach mitgemacht."