Koemans Abschied mit Stil: Das Trainerkarussell nach der Weltmeisterschaft

Koemans Abschied mit Stil: Das Trainerkarussell nach der Weltmeisterschaft

Schon direkt nach der Niederlage im Sechzehntelfinale gegen Marokko (2:3 im Elfmeterschießen) hatte Koeman entsprechende Andeutungen gemacht, doch erst eine Nacht später trat er auch offiziell zurück. Auch das Schicksal seiner Ehefrau Bartina, die seit Jahren gegen Brustkrebs kämpft, habe eine Rolle gespielt.

"Wenn jemand, den man von ganzem Herzen liebt, einen schweren Kampf ausfechtet, verändert sich die eigene Perspektive. Meine Frau Bartina hat mich trotz ihrer eigenen Krankheit jeden Tag unterstützt und ermutigt, meine Arbeit als Nationaltrainer zu Ende zu bringen. Dafür bin ich ihr dankbarer, als ich es jemals in Worte fassen könnte", schrieb Koeman bei Instagram.

Die Nationalmannschaft steht nun vor einem Neubeginn – wieder einmal. Namen möglicher Nachfolger werden reichlich genannt, von PSV-Erfolgscoach Peter Bosz über den ehemaligen Liverpool-Trainer Arne Slot bis hin zu Erik Ten Hag oder Michael Reiziger.

Viel Zeit hat der Verband KNVB jedenfalls nicht, im September beginnt die Nations League. "Wir wissen um die Dringlichkeit, werden uns aber gleichzeitig die nötige Zeit nehmen, um die richtige Entscheidung sorgfältig zu treffen", sagte Nigel de Jong, beim KNVB Direktor für Spitzenfußball.

Sechs Trainer mussten bereits gehen

Ein Problem, mit dem die Niederlande indes nicht alleine sind: Für bislang sechs Trainer war bei der WM Endstation. Erwischt hat es neben Koeman auch Miroslav Koubek (Tschechien), Steve Clarke (Schottland), Sebastian Beccacece (Ecuador) und den sogar vom Staatspräsidenten angezählten Myung-bo Hong (Südkorea). Tunesiens Sabri Lamouchi war gar nach nur einem Spiel durch Hervé Renard ersetzt worden.

Anderen Trainern steht ein Rauswurf derweil wohl noch bevor – allen voran Julian Nagelsmann nach dem deutschen Aus im Elfmeterschießen gegen Paraguay. Anders als der am selben Tag gescheiterte Koeman flog der Bundestrainer erst einmal nach Hause, um dort seine Zukunft zu besprechen.

Koeman dagegen zog einen Schlussstrich. Er sei "stolz auf alles, was mir der Fußball gebracht hat, auf die Menschen, die ich kennengelernt habe, und auf die Tatsache, dass ich meine größte Leidenschaft zu meinem Beruf machen durfte", schrieb er. Auch das klang ein wenig nach einem Abschied für immer.

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