Klinsmann: Deutschland muss den WM-Titel als Ziel anvisieren

Klinsmann: Deutschland muss den WM-Titel als Ziel anvisieren

"Ich hoffe, dass wir auch diesmal sagen: Unser Ziel ist es, um jeden Preis ins Finale zu gelangen", erklärte Jürgen Klinsmann: "Wenn man vorzeitig ausscheidet oder im Elfmeterschießen kein Glück hat, kann man immer darüber diskutieren."

Das Ziel für Deutschland könne jedoch "nur der Weltmeistertitel sein", meinte der 61-Jährige in einem Interview mit der Rheinischen Post. Ein erneutes Aus im Viertelfinale als Erfolg zu werten, sei für ihn dagegen der "völlig falsche Ansatz", so Klinsmann weiter.

Dies habe ihn bei der Heim-EM "erschüttert". Der frühere DFB-Kapitän erinnerte in diesem Kontext an das WM-Aus im Viertelfinale 1994: "Ich erinnere mich noch, wie wir 1994 heftig kritisiert wurden, als wir gegen Bulgarien verloren haben, und wie man gegen Berti Vogts ausgeteilt hat. Wir haben uns wochenlang nicht in die Öffentlichkeit gewagt."

Klinsmann verlangt: Keine Politik während der WM

Eindringlich warnte Klinsmann davor, die politische Diskussion rund um das Gastgeberland USA erneut über den sportlichen Schwerpunkt zu stellen. In Russland und vor allem in Katar habe man in Deutschland "alles zeredet. Damit haben wir unsere Mannschaft im Grunde bestraft."

Der 108-malige Nationalspieler forderte daher die notwendige Unterstützung: "Wenn es unserer Mannschaft und ihren Fans gelingt, sich auf den Fußball zu konzentrieren, wird es eine wunderbare Erfahrung werden."

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