Kimmich spricht Klartext: Wechsel zu PSG war nah dran – Bayern zeigte sich abgabebereit

Kimmich spricht Klartext: Wechsel zu PSG war nah dran – Bayern zeigte sich abgabebereit

In einem ausführlichen Gespräch mit dem ZDF gewährte Bayern-Star Joshua Kimmich tiefe Einblicke in die jüngste Vergangenheit. Im Sommer 2024 stand er demnach kurz vor einem Transfer zum französischen Spitzenclub Paris Saint-Germain – vor allem, weil ihm in München der Rückhalt fehlte.

Die Unterstützung durch den Verein war nicht so, wie ich sie mir erhofft oder gewünscht hätte. Ich hatte den Eindruck, dass Bayern im Sommer 2024 sehr bereit war, mich abzugeben“, sagte Kimmich offen. Diese mangelnde Anerkennung hinterließ ihre Spuren: „Das trägt natürlich nicht dazu bei, die Bindung zwischen Club und Spieler zu festigen. Ich habe damals auch mit Max Eberl gesprochen, und er bestätigte mir: ‚Wenn du gehen willst, dann stehst du zum Verkauf, das ist möglich.‘

„Zu 95 Prozent weg“ – Luxusangebot aus Paris

Zu diesem Zeitpunkt war das Kapitel Bayern für den Nationalspieler eigentlich schon fast beendet. „Ich wusste damals nicht, was passieren müsste, damit ich meinen Vertrag noch einmal verlängere. Ich war mir zu 95 Prozent sicher, dass ich nicht verlängern würde“, so Kimmich.

Genau in dieser Phase schaltete sich PSG ein und bemühte sich intensiv um den Mittelfeldstrategen: „Paris war ein Verein, der sich extrem um mich bemüht hat – in einem Ausmaß, das ich so gar nicht erwartet hatte. Ich habe mit Sportdirektor Luis Campos und Trainer Luis Enrique gesprochen. Ich muss sagen, sie haben das wirklich gut gemacht.

Sie gaben mir das Gefühl, dass sie mich unbedingt haben wollen. Da beginnt man natürlich, sich damit zu beschäftigen. Das hat mich wirklich ins Grübeln gebracht. Ich sollte dort ein wichtiges Puzzleteil werden, und das macht natürlich etwas mit einem.

Auch die finanziellen Aspekte konnte der DFB-Eckpfeiler nicht ignorieren: „Paris hat mir ein Angebot unterbreitet. Der finanzielle Teil war unglaublich. Wirklich, absolut unglaublich. Aber ich wollte das nicht zum entscheidenden Kriterium machen.

Die Wende durch Vincent Kompany

Dass der Deal trotz der astronomischen Summen scheiterte, lag am Ende an Kimmichs familiärer Verantwortung – und an einem frischen Wind an der Säbener Straße. „Es ist ja nicht so, dass ich Single bin und Entscheidungen nur für mich und meine Karriere treffen kann. Ich trage auch die Verantwortung für meine Familie und muss das Richtige für sie tun“, betonte er.

Den Ausschlag für den Verbleib gab schließlich der neue Bayern-Trainer Vincent Kompany, der Kimmich das Gefühl gab, wieder unverzichtbar zu sein. Kimmichs Fazit heute: „Ich habe noch nie so viel Vertrauen gespürt wie jetzt. Es war die absolut richtige Entscheidung, meinen Vertrag bei Bayern zu verlängern.