Kimmich erkennt Wandel bei der DFB Elfe, erste Übungseinheit ohne Neuer und Havertz
Vor der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) sieht der Kapitän eine andere Situation als beim Turnier 2022, als die deutsche Nationalmannschaft zum zweiten Mal hintereinander in der Vorrunde ausschied.
Kimmich sagte: "Ich habe das Gefühl, dass es jedem Einzelnen wirklich am Herzen liegt, dass wir als Team Erfolg haben. Es ist nicht mehr selbstverständlich, Teil der Nationalmannschaft zu sein, es ist etwas Besonderes. Und das soll es auch bleiben."
Um dieses Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln, hält der 31-Jährige gemeinsame Zeit mit den Kollegen jedoch für "überbewertet". Ein einzelner Mannschaftsabend werde "niemals dazu führen, dass alle auf dem Platz Freunde sind", betonte Kimmich: "Wenn wir allerdings im Spiel an einem Strang ziehen und abends Lust haben, gemeinsam auszugehen, kann das wie ein Katalysator wirken. Andersherum funktioniert das nicht."
Neuer und Havertz kommen später dazu
Die deutsche Mannschaft beginnt die Verfolgung des fünften WM-Titels wie erwartet ohne Torwart Manuel Neuer. Auch Kai Havertz stand Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der ersten Übungseinheit am Donnerstag in Herzogenaurach nicht zur Verfügung.
Die Auftakteinheit begann mit 25 Spielern einschließlich Ersatztorhüter Jonas Urbig nach einer kurzen Rede von Nagelsmann. Anschließend standen zunächst Laufübungen und Stabilisationseinheiten auf dem Plan.
Neuer musste zu Beginn der WM-Vorbereitung aufgrund einer Verletzung an der linken Wade pausieren. Im ersten Testspiel am Sonntag (20:45 Uhr) gegen Finnland wird voraussichtlich Oliver Baumann das deutsche Tor hüten.
Offensivspieler Havertz bestreitet mit dem FC Arsenal am Samstag (18 Uhr) das Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain und wird anschließend in der Nationalmannschaft erwartet.