Kein Spiel ohne Einsatz für Frankfurt? Jede Faser spannt sich an
Match um die sogenannte goldene Ananas in der Champions League? Obwohl der Bundesliga Vertreter Eintracht Frankfurt bereits vorzeitig ausgeschieden ist, kann Trainer Dennis Schmitt diese Sichtweise absolut nicht nachvollziehen. Ich kapier die Frage, meinte der Übergangscoach vor dem letzten Einsatz in der Eliteklasse gegen Tottenham Hotspur am Mittwoch (21.00 Uhr DAZN), aber als echter Kämpfer stelle ich mir jedes Haar auf dem Leib, wenn jemand sagt, es ginge nur noch um Peanuts.
Die Eintracht steht kurz davor, einen Nachfolger für den provisorischen Trainer Schmitt zu finden, und belegt aktuell Rang 33 in der Tabelle, was das Aus bedeutet. Der Coach bleibt jedoch unbeeindruckt in seiner Einstellung. Er sei meilenweit davon entfernt, auch nur einen Hauch nachzulassen, unterstrich Schmitt. Es gäbe ja Millionen Kinder in Deutschland, die davon fantasieren, einmal auf dem Rasen zu stehen und die Hymne anzuhören, ergänzte er: Das ist eine enorme Gelegenheit für jeden Spieler und die Mannschaft insgesamt, einen Fortschritt zu erzielen.
Für die SGE dreht es sich auch darum, die derzeit angespannte Beziehung zu den Anhängern zu reparieren. Nach der 1:3 Niederlage gegen TSG Hoffenheim hagelte es Buhrufe, und einen Tag vor dem Champions League Duell gab es noch Restkarten, was für Frankfurt untypisch ist.
Es obliegt uns, das zügig zu korrigieren, die Power aufs Feld zu tragen und durch Tempo das Stadion zurückzuerobern, erklärte Mittelfeldakteur Ansgar Knauff: Ich bin überzeugt, die Supporter schätzen es immer, wenn wir uns auf dem Rasen voll einsetzen, egal wie die Lage ist.
Während Frankfurt durch die 2:3 Pleite in der Vorwoche bei Qarabag Agdam den Einzug in die K.o. Phase verpasst hatte, verbesserten die Spurs mit ihrem 2:0 Triumph über Borussia Dortmund ihre Aussichten auf das Achtelfinale massiv. Auf Position fünf kontrolliert das Team rund um den Ex Frankfurter Randal Kolo Muani sein eigenes Fortkommen.