"Kein Erbarmen" bei Hoeneß: "Wir werden uns nicht verschulden"

"Kein Erbarmen" bei Hoeneß: "Wir werden uns nicht verschulden"

Der Ehrenpräsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat übermäßige Erwartungen an einen kommenden Mega-Transfer beim deutschen Meisterklub vorerst gedämpft. "Auch im Sommer werden wir auf dem Transfermarkt nicht übertrieben lautstark auftreten. Unser Grundsatz lautet: Transfers sollen nicht dazu führen, dass wir Schulden machen. Darin gibt es für mich keine Ausnahmen", erklärte Hoeneß gegenüber der Sport Bild.

"Ich betrachte es folgendermaßen: Gerade der FC Bayern hat in diesem Jahr gezeigt, dass wir die Entwicklungen der Zeit richtig erkannt haben. Sobald wir feststellten, dass unser Festgeldkonto schrumpft, haben wir die Notbremse gezogen. Unsere Transferbilanz ist ausgeglichen und stabil", ergänzte der 74-Jährige.

Stattdessen gehe man daran, wie Hoeneß betonte, "den Kader zu reduzieren. Hätten wir alle Spieler engagiert, über die debattiert wurde, gäbe es heute kein Festgeldkonto mehr, und wir hätten Kredite für die Finanzierung aufnehmen müssen. Gerade das war der entscheidende Grund, um abzulehnen."

Die Sport Bild meldete am Mittwoch, dass das berühmte Festgeldkonto der Münchner nicht mehr so reichlich bestückt ist. Möglicherweise droht sogar erstmals ein Defizit im Geschäftsjahr. Für 2024/2025 erzielte der FC Bayern einen Umsatz von 978,3 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss nach Steuern von 27,1 Millionen Euro.

"Wir halten immer gewisse Reserven vor", unterstrich Hoeneß: "Die Saison läuft bislang hervorragend. Mit sieben Siegen in der Champions League haben wir bereits über 14 Millionen Euro eingenommen, womit wir nicht gerechnet hatten. Ob das Festgeldkonto wieder aufgebaut wird, erfahren wir erst am Ende des Geschäftsjahres genau."