"Katastrophe in Lissabon": Keeper-Tor erschüttert Real

"Katastrophe in Lissabon": Keeper-Tor erschüttert Real

José Mourinho feierte ausgelassen mit einem Balljungen, und alle stürmten auf Anatolij Trubin zu: Nach dem unglaublichen Tor in der Nachspielzeit vom Benfica Lissabon Torwart zum entscheidenden 4:2 (2:1) Sieg gegen das Sternenteam von Real Madrid tobte im Estadio da Luz pure Ekstase. "Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Es war ein Wahnsinnsmoment", meinte der Held Trubin bei SportTV: "Ich bin es nicht gewohnt, Tore zu erzielen. Das ist das erste Mal, dass mir so etwas widerfährt. Unglaublich."

Die Spitzenstars des spanischen Rekordchampions, die nun auf die unbeliebten Playoffs zusteuern, müssen sich einiges anhören. Die AS titelte nach diesem außergewöhnlichen Champions League Abend vom "Totalschaden in Lissabon", während das Hausblatt Marca von einer "dunklen Nacht" sprach, die Benficas Spieler auf positive Weise in Erinnerung behalten werden. Keine der beiden Teams schien in den Schlussphasen genau zu wissen, wie ihre Position in der Tabelle bei 3:2 aussah.

Aber der Trainerstab und die Spieler von Lissabon erhielten kurz vor Schluss einen Tipp. "Ich hatte keine Vorstellung, ob 3:2 reichen würde, ich sass auf dem Trockenen", gab Mourinho zu. Seine Teamkollegen hätten auf dem Rasen plötzlich "eine eins" signalisiert, erklärte Trubin, "aber ich kapierte es nicht. Jeder drängte mich, mich zu sputen." Der Keeper schoss - und Mourinhos Mannschaft rettete sich gerade so unter die besten 24 und bleibt im Rennen.

"Ein Triumph über Real Madrid hat stets grosse Bedeutung", betonte Mourinho: "Dieser Erfolg ist historisch, wirtschaftlich relevant und prestige mässig noch bedeutsamer. Das Tor liess das ganze Stadion beben." Real Star Jude Bellingham meinte hingegen, die Niederlage fühle sich "entsetzlich" an. Und Kylian Mbappe ergänzte selbstkritisch: "Das ist nicht das Auftreten von Meistern."