Irans Sportminister signalisiert Verzicht auf WM-Teilnahme
Der Sportminister des Iran, Ahmad Donyamali, hat angedeutet, dass sein Land auf die Beteiligung an der Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada vom 11. Juni bis 19. Juli verzichten wird. "Da diese korrupte Regierung unseren Anführer getötet hat, fehlen für uns jegliche Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft", erklärte Donyamali am Dienstag im staatlichen Fernsehen, gerichtet an die US-Regierung unter Präsident Donald Trump.
"In acht oder neun Monaten haben sie uns zwei Kriege aufgezwungen und Tausende unserer Mitbürger getötet, sie zu Märtyrern ernannt", fuhr Donyamali fort. "Deshalb ist eine Teilnahme für uns absolut ausgeschlossen."
Ende Februar hatten die USA und Israel den Konflikt im Nahen Osten mit Luftangriffen eingeleitet. Bereits am ersten Tag des Krieges wurden der höchste Führer Ajatollah Ali Chamenei sowie weitere Führungsmitglieder des Iran eliminiert.
Fachleute hatten auch diskutiert, dass die USA die iranische Mannschaft aus Sicherheitsgründen ablehnen könnten. Am Mittwochnachmittag teilte das Weiße Haus jedoch mit, dass Trump eine Beteiligung Irans "willkommen heißen" würde. Die drei Vorrundenspiele des Iran sind in Los Angeles und Seattle vorgesehen.