Iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft trifft in der Türkei ein

Iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft trifft in der Türkei ein

Die Frauen-Nationalmannschaft im Fußball aus dem Iran ist auf dem Rückweg in ihr von Krieg geplagtes Land in der Türkei angekommen. Bilder der türkischen Nachrichtenagentur DHA zeigten die Athletinnen in ihren offiziellen Trainingskleidung, wie sie die Ankunftshalle des Flughafens in Istanbul passierten.

Das Team reiste über Oman und die malaysische Metropole Kuala Lumpur ein. Vorher nahm der Iran an der Asienmeisterschaft in Australien teil. Gemäß DHA verließ die Mannschaft nun den Flughafen in Istanbul unter Polizeischutz und fuhr zu einem Hotel in der Stadt. Am Mittwoch sollen sie in den Iran zurückkehren.

Zwei Spielerinnen, Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh, blieben derweil in Brisbane in Australien. Beide werden künftig mit dem Frauen-Team von Brisbane Roar trainieren, das in der A-League antritt, der Top-Liga für Frauenfußball in Australien. Anfangs stellten sieben Mitglieder der iranischen Nationalmannschaft aus Furcht vor Strafen in ihrer Heimat Asylanträge in Australien, zogen diese aber meist wieder zurück.

Menschenrechtsorganisationen kritisierten die iranischen Autoritäten mehrmals dafür, dass sie Sportler im Ausland unter Druck setzen, indem sie Familienmitglieder bedrohen oder mit Enteignung von Besitz androhen, falls diese desertieren oder sich gegen die Islamische Republik stellen.

Nach dem frühen Aus in der Gruppenphase bei der Asienmeisterschaft der iranischen Frauen gab es zuvor große Bedenken um die Spielerinnen. Da das Team beim Auftaktspiel im März gegen Südkorea (0:3) das Singen der Nationalhymne verweigerte, fürchteten Menschenrechtsgruppen Repressalien nach der Heimkehr.