Inkonsequenter VAR: Kwasniok geht es "auf den Sack"

Inkonsequenter VAR: Kwasniok geht es "auf den Sack"

Der Trainer Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln ärgerte sich nach dem torlosen Unentschieden 1:1 auswärts beim Hamburger SV wieder einmal über eine Schiedsrichterentscheidung. "Das nervt mich einfach total und ich meine das exakt so, wie ich es formuliere", erklärte der 44-Jährige.

Ein Moment aus der ersten Halbzeit hatte den Coach besonders aufgebracht. Der HSV Verteidiger William Mikelbrencis schubste dabei den Köln Spieler Kristoffer Lund um, und zusätzlich berührte er ihn mit dem Fuß an der Achillessehne. Schiedsrichter Tobias Welz ließ das Spiel weiterlaufen, ohne Freistoß zu pfeifen, und der Video Assistent mischte sich ebenfalls nicht ein. Eine Woche zuvor hatte in der Begegnung gegen Borussia Dortmund, die mit 1:2 verloren ging, Kölns Jahmai Simpson Pusey für ein ähnliches Vergehen nach Überprüfung durch Video die Rote Karte erhalten.

"Weder wollte ich letzte Woche bei Jahmai eine Rote Karte sehen, noch jetzt bei Mikelbrencis. Das eigentliche Problem liegt in der variierenden Bewertung solcher Szenen. Die Handhabung ist einfach nicht konsequent", betonte Kwasniok. "Hier wird von Schrittabfolge gesprochen, dort dreht es sich um das Auswirkungsbild. Es ändert sich ständig."

Bezüglich des VAR Themas hat Kwasniok nun die Hoffnung aufgegeben. "Nach meinen eigenen Kriterien war es weder für Jahmai rot wert, noch für Mikelbrencis. Doch basierend auf den Vorgaben, die uns vermittelt wurden, hätte es letzte Woche rot sein müssen. Daher kann ich nicht verstehen, warum es heute zu keiner Rote Karte kommt. Ich erwarte das inzwischen auch gar nicht mehr", fügte er hinzu.