Ilzer schließt Rücktritt bei Schicker-Abberufung nicht aus

Ilzer schließt Rücktritt bei Schicker-Abberufung nicht aus

Der Trainer von Hoffenheim, Christian Ilzer, hat die Möglichkeit eines eigenen Rücktritts im Falle einer Entlassung des Sportdirektors Andreas Schicker nicht ausgeschlossen. Auf die Frage dazu vor dem Duell gegen Bayern München am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) erwiderte der Österreicher: "Kann sein. Ich schließe nichts aus. Es kommt aber auf diverse andere Umstände an. Darüber spreche ich hier nicht ausführlich."

Ilzer wünscht sich, dass der bisher erfolgreiche Kurs im Verein nicht durch solche Entwicklungen gestört wird. Für ihn ist Schicker ein entscheidender Faktor für den starken Auftritt des aktuellen Tabellendritten. "Andi schafft nicht nur für mich, sondern für die ganze Mannschaft die Voraussetzungen für Erfolge", betonte der 48-Jährige. "Außerdem ist er eine Persönlichkeit, die Menschen und Bereiche zusammenhält. Wir haben hier eine echte Familienatmosphäre mit klarer Identität aufgebaut."

Schicker trägt dafür eine hohe Verantwortung. Verschiedene Berichte in den Medien deuten darauf hin, dass er bereits nach dem Spiel gegen Bayern möglicherweise aus seinem Amt entfernt wird. Für Montag plant Christoph Henssler, der 29-jährige vorläufige Leiter des Muttervereins mit Background in der Ultraszene, eine Versammlung der Gesellschafter. Es wird gemutmaßt, dass Schicker als Geschäftsführer abgesetzt und zu einem Sportleiter herabgestuft werden könnte. Es scheint fraglich, ob der 39-jährige Österreicher das akzeptieren würde.

Seine Spieler sollen sich trotz der internen Konflikte voll auf das Wesentliche im Sport konzentrieren, und das Spiel gegen den Tabellenführer Bayern ist herausfordernd genug. "Sie repräsentieren das Höchste in der Bundesliga", erklärte Ilzer. "Wir gehen entspannt ran und können nur profitieren." Das Team hält sich derzeit in oberen Tabellenplätzen und wirft mit, "wo wir wie in einem großen Gefecht dabei sind, aber nur mit einem Küchenmesser bewaffnet. Trotzdem haben wir uns bisher tapfer geschlagen."