Höwedes zu Schlotterbecks Weiterentwicklung: "Ausführlich abwägen"
Der Weltmeister von 2014 Benedikt Höwedes hat den Nationalspieler Nico Schlotterbeck enthusiastisch gelobt, gab jedoch zu dessen beruflicher Zukunft nur zurückhaltende Hinweise. "Er gefällt mir wegen seiner starken Körpersprache", erklärte der Ex-Verteidiger bezüglich des BVB-Abwehrspielers in einer Runde mit ausländischen Journalisten. Der 26-Jährige müsse in einigen Aspekten noch Fortschritte machen, doch vor allem zeige er den nötigen Ehrgeiz: "Seine Einstellung ist hervorragend. Er strebt stets nach Verbesserung."
Bezüglich eines potenziellen Wechsels von Schlotterbeck äußerte sich Höwedes vorsichtig. "Borussia Dortmund ist ein toller Klub für ihn", meinte der 37-Jährige. "Wenn man den Ort und den Verein verlässt, an dem man von allen bekannt ist, kann das hilfreich sein, um sich weiterzuentwickeln." Als Athlet wie auch als Person könne man gelegentlich den "nächsten Schritt" wagen, indem man die "Komfortzone" verlasse.
"Ich rate ihm nicht explizit, zu einem anderen Team zu gehen", unterstrich Höwedes: "Allerdings empfehle ich, dass er das Thema sorgfältig durchdenkt. Anschließend sollte er eine Entscheidung fällen, die für ihn selbst sinnvoll ist."
Schlotterbeck wechselte 2022 vom SC Freiburg zum BVB. Sein Vertrag gilt bis 2027. Die Verhandlungen über eine frühere Vertragsverlängerung in Dortmund ziehen sich seit Wochen.
Höwedes selbst spielte während seiner Laufbahn im Ausland für Juventus Turin und Lokomotive Moskau. 16 Jahre trug er jedoch das Trikot von Schalke 04. Die aktuelle Fortschritte seines Lieblingsvereins beobachtet Höwedes positiv. "Sie bieten nicht immer den unterhaltsamsten Fußball", gab der frühere S04-Anführer zu, doch wenn man betrachte, "wie viel Engagement sie zeigen, wie viel sie rennen, wie hart sie kämpfen, wie viel Dynamik in ihrem Spiel liegt, das ist beeindruckend und genau das, was die Anhänger wollen."
Darum sei der aktuelle Tabellenführer so siegreich, erklärte Höwedes. Er wünsche sich, dass Schalke "diese Richtung" beibehält und bald in die Bundesliga aufsteige.