Hoffenheim bleibt ungeschlagen nächster Rückschlag für Werder
Trotz einer Unterzahl bleibt die TSG Hoffenheim weiterhin fehlerfrei und vertieft die Misere von Werder Bremen erheblich. Die Mannschaft aus dem Kraichgau sicherte sich im Ausgleichsspiel am Weserufer einen 2:0 (1:0) Sieg und feiert damit den vierten Triumph in diesem Kalenderjahr. Die Champions League rückt dadurch immer näher ins Visier. Die Bremer um den zunehmend belasteten Trainer Ole Werner fallen hingegen tiefer.
Ein brillantes Fernschuss von Andrej Kramaric kurz vor der Pause (44.) und der Folgetreffer von Angelo Stiller an einer entscheidenden Stelle (54.) lenkten das Team von Coach Pellegrino Matarazzo auf den Weg zum Erfolg. Gerade vor dem zweiten Tor hatte Niklas Stark nach Videoüberprüfung wegen eines harten Fouls die rote Karte erhalten (52.) doch die Hanseaten konnten den Mannschaftsvorteil nicht ausnutzen und ernteten Buhrufe von ihren Fans.
Es fühlt sich wieder sehr enttäuschend und negativ an nach dem Match weil wir nichts mitgenommen haben sagte Werder Spieler Marvin Ducksch bei Sky und fügte hinzu: Jetzt ist Zusammenhalt entscheidend. Und wir müssen kämpfen immer wieder kämpfen.
Die TSG kommt auf drei Punkte an Borussia Dortmund als Tabellenzweiten heran und gleicht ihren Bestwert nach 19 Runden mit 39 Zählern aus. So viele Punkte hatte der Verein zu diesem Zeitpunkt zuvor nur in der Debütsaison 2008/09 erreicht.
Werder hingegen bangt seit neun Begegnungen um einen Sieg und hat im laufenden Jahr nur einen Zähler eingefahren. Der Druck vor dem nächsten Auswärtsspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach wächst für Werner und seine Truppe enorm.
Die Bedingungen für das eigentlich für den 10. Januar geplante Match das wegen des Wetters abgesagt worden war standen in scharfem Kontrast. Werder Trainer Werner musste sich mehrmals mit Nachfragen zu seiner Position und der anhaltenden Formkrise auseinandersetzen. Dazu kamen Abwehrprobleme durch die Sperre des Kapitäns und die Verletzung eines Verteidigers. Sein Pendant Matarazzo nutzte die kurze Vorbereitungszeit gezielt um den Schwung des Teams aufrechtzuerhalten.
Der erste Offensivimpuls kam von den Gastgebern durch einen Versuch von Mitchell Weiser (1.). Die Hoffenheimer die mit drei Änderungen im Kader im Vergleich zum 3:1 Triumph in Frankfurt antraten dominierten nach einem ausgeglichenen Start zunehmend das Geschehen.
Die Auswärtsmannschaft bot mehr Organisation und technische Überlegenheit während Bremen mit hohem Einsatz konterte. Nach Kramarics Volltreffer zog sich die Werder Elf mit gehöriger Frustration in die Umkleide zurück.