Held des Spiels: Nadiem Amiri bei FSV Mainz 05
Nadiem Amiri erntete nach seiner raschen Erholung von der Krankheit bis hin zum Star im Abstiegskampf reichlich Lob. "Das ist unglaublich, was er wöchentlich auf dem Platz leistet", begeisterte sich Mitspieler Phillip Tietz: "Ich denke, der gesamte deutsche Fußball kennt Nadiem als fantastischen Spieler." Gleichzeitig betonte er, dass Amiri "menschlich absolut klasse ist, ein toller Typ. Mit ihm verstehe ich mich auf Anhieb."
Das Auftaktspiel in Köln hatte Amiri aufgrund seiner Erkrankung letzte Woche ausgelassen, er kehrte erst am Freitag rechtzeitig zum Schluss-training vom Sofa auf den Trainingsrasen zurück. "Er war die ganze Woche über ziemlich angeschlagen", erklärte Sportdirektor Niko Bungert: "Daher war von vornherein klar, dass er nur für rund 30 Minuten eingeplant werden konnte." Aber diese Zeitspanne reichte dem Kandidaten für die Weltmeisterschaft locker aus, nachdem er in der 65. Minute eingewechselt wurde.
Mit zwei Eckstoß-Zugaben für die Tore von Phillip Tietz (68.) und Stefan Bell (72.) plus seinem eigenen Elfmeter (83. nach Videoüberprüfung aufgrund von Handspiel) lenkte der deutsche International die FSV Mainz 05 aus dem Rückstand doch noch zum 3:1 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg. Dank des zweiten dreifachen Heimsiegs in Folge kletterten die Rheinländer auf den Relegationsrang. "Jede Partie ist jetzt ein Endspiel", meinte Amiri und skizzierte so für die Sportschau den Plan für die kommenden Wochen.
Ab der nächsten Woche soll er wieder von Anfang an als zentraler Akteur agieren. Der Mittelfeldlenker bringe eine besondere "Selbstsicherheit" mit, wirke selbst unter Stress "eine beeindruckende Gelassenheit" und werde in dieser Saison "maßgeblich" wirken, pries Bungert. Amiri manage es, die Mitspieler "um sich herum zu verbessern", fuhr der Sportdirektor fort: "Denn er besitzt die einzigartige Gabe, das Spiel zu durchschauen. Das nutzt allen."