Heidenheims Überlebenskampf entfacht dramatischen Endkampf um den Abstieg
Das Team vom 1. FC Heidenheim hat selbst einen erfahrenen Trainer wie Dieter Hecking beeindruckt, der in der Bundesliga bereits viel erlebt hat.
"Es entsteht ein Dreikampf. Heidenheim beweist gerade, dass sie keineswegs aufgeben", sagte der VfL Wolfsburg Trainer. Da die lange zurückliegenden Außenseiter von der Brenz plötzlich wieder mitmischen, könnte der Kampf um den Abstieg in einem spannungsgeladenen Abschluss enden.
Es ist durchaus denkbar, dass der Tabellenletzte Heidenheim, der FC St. Pauli auf Position 17 und Wolfsburg auf dem gewünschten Relegationsplatz 16 vor dem finalen Spieltag nächste Woche jeweils 26 Punkte verbuchen.
Dazu bräuchte es am Samstag nur Niederlagen von St. Pauli bei RB Leipzig (15:30 Uhr/Sky) und vom VfL gegen Bayern München (18:30 Uhr/Sky) sowie einen Sieg von Heidenheim am Sonntag (17:30 Uhr/DAZN) beim 1. FC Köln.
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Die Zuversicht wächst
Es gab in der Bundesliga Geschichte schon seltsamere Wendungen, aber in Heidenheim bleiben sie gelassen. "Wir werfen natürlich einen Blick auf die Tabelle. Dennoch vermeiden wir es, zu sehr zu kalkulieren. Unser Fokus liegt vor allem auf unserem eigenen Spiel", erklärte Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald in einem Gespräch mit dem SWR. Die jüngsten Auftritte der Heidenheimer sprechen für sich.
Das Team unter Frank Schmidt hatte in der vergangenen Woche ein 3:3 gegen die Bayern erreicht und nur eine von den letzten sechs Begegnungen verloren. Plötzlich hofft der gesamte Verein auf die Relegation, nachdem Heidenheim letztes Jahr knapp gegen SV Elversberg den Ligaerhalt gesichert hatte.
"Wir sind überzeugt, dass diese Gelegenheit greifbar ist. Wir geben alles dafür, das versichere ich", betonte Sanwald. Es hilft Heidenheim zudem, dass St. Pauli und Wolfsburg am 34. Spieltag ungewollt gegeneinander antreten, während Schmidts Mannschaft im eigenen Stadion gegen den geretteten FSV Mainz 05 spielt.