Heftige Vorwürfe gegen die FIFA: Belgischer Verband fechtet Balogun-Urteil an

Heftige Vorwürfe gegen die FIFA: Belgischer Verband fechtet Balogun-Urteil an

Zunächst beklagte der Verband, aus Medienberichten von der Entscheidung erfahren zu haben. Aus einer Anfrage nach einer Kopie der Entscheidung habe die FIFA einen Einspruch "konstruiert" und diesen "umgehend als unzulässig verworfen", hieß es in dem Schreiben: "All dies geschah, während sich die FIFA gleichzeitig weigerte, auf die berechtigten Anfragen der RBFA zu reagieren."

Darüber hinaus sorgte auch die Spielsitzung für Ärger. In dieser bespricht die FIFA gemeinsam mit Vertretern beider Nationalverbände den Ablauf einer Partie. In diesem Fall strich der Weltverband "bewusst den Abschnitt über die automatische Spielersperre aus ihrer Präsentation. Dabei war dieses Thema Bestandteil aller entsprechenden Sitzungen vor den vier vorangegangenen Spielen gewesen", schrieb der RBFA.

Welchen Einfluss übte Trump bei Infantino aus?

"Um es klar zu sagen: Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die RBFA weder eine Entscheidung noch eine Erklärung der FIFA zu dieser Angelegenheit erhalten", hieß es weiter. Deshalb werde der Verband das Urteil anfechten und unabhängig vom Spielausgang "auch in den kommenden Stunden, Tagen und Monaten für die grundlegenden Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und die Interessen des Fußballs als Ganzes eintreten."

Am Sonntag hatte die FIFA die Sperre für US-Stürmer Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale spielberechtigt. Laut der Nachrichtenagentur AFP, der New York Times und des Guardian rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Boss Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.

Zum Match-Center: USA vs. Belgien

Eine finale Entscheidung müsste noch vor dem Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) fallen.