Guirassy trifft als Joker: BVB siegt gegen Bremen

Guirassy trifft als Joker: BVB siegt gegen Bremen

Zuerst auf der Ersatzbank, dann präzise: Serhou Guirassy hat seine Torbesuchtheit bei Borussia Dortmund unterbrochen und zum ersten Mal seit Ende Oktober in der Bundesliga getroffen. Im klaren 3:0-Sieg (1:0) gegen Werder Bremen war der aus der Form geratene Stürmer als Einwechsler wirkungsvoll, es war das erste Mal in dieser Saison, dass der BVB ein Ligaspiel ohne Guirassy startete.

Durch den Erfolg festigte Dortmund den zweiten Platz in der Tabelle hinter dem Spitzenreiter Bayern München und behielt vier Punkte Vorsprung auf den aufstrebenden VfB Stuttgart.

Nico Schlotterbeck (11.) erzielte per Kopf den frühen Führungs treffen, doch Dortmund wirkte trotz des Vorsprungs eingeschränkt und nicht fokussiert. Die von Coach Niko Kovac geforderte Offensive, um nach einem Tor schnell den nächsten zu erobern, ließ lange auf sich warten. Marcel Sabitzer (76.) entschied erst in der Schlussphase, und kurz darauf traf der eingewechselte Guirassy (83.).

Kovac setzte den seit Wochen schwankenden Guirassy erstmals in dieser Bundesliga-Saison auf die Bank und gab Fábio Silva die Chance. Guirassy gelte weiterhin als bester Stürmer beim BVB, aber seine aktuelle Form spricht klar dagegen, da er seit Ende Oktober in der Liga trocken blieb und in der 67. Minute für Maximilian Beier eingewechselt wurde.

Guirassys Ersatz Silva, der beim BVB Punkte für eine WM-Nominierung in der portugiesischen Nationalmannschaft sammeln und dafür Einsatzzeit benötigt, bemühte sich und passte gut mit Carney Chukwuemeka zusammen. Die beiden stachen durch Kreativität und Einsatz beim BVB hervor, vermochten ihr Team jedoch nicht anzutreiben. Dem Spiel der Dortmunder fehlten insgesamt Überraschungen und Schnelligkeit.

Dass die Heimmannschaft trotzdem vorne lag, verdankte sie Schlotterbecks Köpfkraft aus einer Ecke. Ansonsten hielt Werder den uninspirierten CL-Teilnehmer mühelos vom eigenen Strafraum fern. Bremen hatte dank Justin Njinmah zwei starke Chancen, doch der Angreifer verpasste zuerst den freistehenden Jens Stage (4.) und schoss später zu harmlos (18.).

Abseits davon landeten Bälle auf beiden Seiten häufig unbeabsichtigt aufs Feld hinaus. Den Profis passierten zahlreiche Pässe ins Leere und technische Patzer, sodass einige BVB-Anhänger ihre Spieler mit Pfeifkonzerten in die Halbzeit schickten.

Auch nach der Pause gelang es den Dortmundern lange nicht, Druck auszuüben. Stattdessen konterte der BVB vor eigenem Publikum via Silva, der zusammen mit Beier (55.) im Schlussteil kein Gelingen hatte.

In der Defensive hielt Dortmund hervorragend stand. Mit Emre Can, der in der zweiten Hälfte für den gelbverkaufte Niklas Süle kam, gab es keine gefährlichen Momente für den BVB. Bei einem der wenigen starken Vorstöße verfehlte Marcel Sabitzer (66.) die Gelegenheit zum 2:0, woraufhin Kovac mit einem Dreifachwechsel auch Guirassy einbrachte.