Guirassy sorgt früh für den entscheidenden Vorsprung: Überlegener BVB mit klarem Kurs
Borussia Dortmund schafft sich eine starke Position für das Weiterkommen ins Achtelfinale. Atalanta Bergamo kommt kaum zu Chancen.
Dortmund (SID) Umgeben von einer BVB Decke feierte Serhou Guirassy mit seinen Mitspielern vor der Südtribüne. Borussia Dortmund hat mit Hilfe seines aufmerksamen Stürmers den Grundstein für den Einzug ins Achtelfinale der Champions League gelegt und ließ sich auch von schwierigen Umständen nicht bremsen. Der BVB, der mit erheblichen Abwehrproblemen zu kämpfen hatte, siegte im Play off Hinspiel gegen Atalanta Bergamo mit 2:0 (2:0) und fährt nun mit einem soliden Vorsprung zum Rückspiel in der nächsten Woche nach Italien.
"Ein drittes Tor hätte mir noch besser gefallen", meinte Kapitän Julian Brandt bei Prime Video: "Ein 2:0 ist solide, aber noch riskant, solange ein Auswärtsspiel ansteht."
Aufgrund des Verkehrsstaus um Dortmund herum, da in der Westfalenhalle nahe dem Stadion gleichzeitig ein Konzert von Herbert Grönemeyer stattfand, erreichte der Team Bus des BVB erst um 20.20 Uhr. Das Match startete deswegen eine Viertelstunde verspätet um 21.15 Uhr und bot bei frostigen Temperaturen sofort einen hoch motivierten BVB.
Guirassy (3.) verwandelte die allererste Chance zum 1:0. Kurz vor der Halbzeitpause assistierte Guirassy für Maximilian Beier (42.) zum 2:0. Angesichts der Dortmunder Dominanz hätte der Erfolg sogar noch größer ausfallen können.
Trotzdem liegt der BVB gut an. Im Vorjahr hatte er über die Play offs den Sprung geschafft. Sollte das auch jetzt gelingen, wartet im Achtelfinale möglicherweise ein Aufeinandertreffen mit Bayern München. Auch der FC Arsenal könnte Gegner werden, ein starker Titelkandidat.
Atalanta stellte keine große Herausforderung dar. Bevor die Abwehr mit dem jungen Debütanten Luca Reggiani erstmals getestet wurde, führte Dortmund bereits 1:0. Guirassy, der kürzlich formlos gewesen war und jetzt wiederholt trifft, köpfte wie zuletzt in der Bundesliga zum Tor.
Dieser Treffer brachte dem BVB Sicherheit, die zögerlichen Gäste erleichterten der Dortmunder Verteidigung ihre Aufgabe. In ihr fehlten Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, Emre Can und Filippo Mane, weshalb der 18 jährige Reggiani in der Dreierkette neben Waldemar Anton und Ramy Bensebaini spielen musste. Der Italiener erhielt schon in der 18. Minute bei seinem ersten Vergehen die Gelbe Karte.
Dies spielte jedoch keine Rolle, da von den Italienern keine Bedrohung ausging. Dortmund hätte aus seiner Überlegenheit mehr herausholen können, feierte aber kurz vor dem Ende der ersten Hälfte das 2:0.
Der zweite Treffer entzog dem Spiel die restliche Spannung, was dem BVB entgegenkam. Trainer Niko Kovac verfolgte zufrieden, wie sein Team diszipliniert weitermachte: Mit hohem Ballbesitz die Partie kontrollieren und bei Bedarf den dritten Treffer anpeilen.
Dortmund konnte sich nun erlauben, Kräfte zu sparen und nicht voll auf das 3:0 zu gehen. Vor den wichtigen Terminen in den nächsten Tagen, dem Spiel bei RB Leipzig, dem Rückmatch in Bergamo und dem entscheidenden Duell gegen Bayern München am 28. Februar, war das besonders nützlich. Die Kontrolle des einseitigen Matches behielt der BVB trotzdem bei.