Fußball-Weltmeisterschaft: Aktivisten befürchten "Diskriminierung und Furcht"

Fußball-Weltmeisterschaft: Aktivisten befürchten "Diskriminierung und Furcht"

"Die Weltmeisterschaft riskiert zu einem Event des Sportwashings für die Trump-Administration zu werden", erklärte Minky Worden, Leiterin der Abteilung für globale Initiativen bei Human Rights Watch: "Die FIFA sollte umfassendere Maßnahmen ergreifen, damit Sportler, Zuschauer und Beschäftigte vor den schädlichen Maßnahmen der US-Regierung bewahrt werden." Der Präsident der FIFA, Gianni Infantino, wird seit Monaten international kritisiert wegen seiner engen Verbindung zu Trump.

"Einschränkungen der Menschenrechte in den USA"

Die Veranstaltung, die gemeinsam von den USA sowie den Nachbarstaaten Mexiko und Kanada organisiert wird, könnte laut Human Rights Watch zu "einer Bühne für diskriminierende Politiken werden, die sich gegen Migranten und Gäste richten und Vorurteile, Ausgrenzung, Furcht sowie Benachteiligung offenlegen". Zudem hebt die Organisation ihre Feststellungen zu "steigendem Autoritarismus und Verschlechterungen im Bereich der Menschenrechte in den Vereinigten Staaten" hervor.

Human Rights Watch stützt ihre Bedenken auf amtliche Daten US-amerikanischer Stellen bezüglich der Aktivitäten der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE. In den 15 Monaten von Januar 2025 bis März dieses Jahres wurden in den elf US-Städten der Weltmeisterschaft und ihren Umlandregionen wenigstens 167.000 Personen in Haft genommen. Während des Turniers werden zudem wahrscheinlich die Auswahl der Elfenbeinküste, Vorrundengegner Deutschlands, sowie die Mannschaften aus Iran, Haiti und Senegal auf Unterstützung durch einheimische Anhänger verzichten müssen, da für Bürger dieser Länder in den USA Einreisebeschränkungen bestehen.