Furioses Finale: Knauff rettet Frankfurt spätes 3:3

Furioses Finale: Knauff rettet Frankfurt spätes 3:3

Ein Treffer in letzter Minute von Ansgar Knauff bewahrt Eintracht Frankfurt: Die kürzlich enttäuschten Hessen sichern sich in einem actionreichen Spiel in Bremen mit viel Aufwand noch einen Punkt. Knauff erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit das 3:3 zum Endstand von 1:1. Sowohl die SGE als auch Werder hoffen weiter auf einen Sieg im Jahr 2026, in beiden Vereinen stieg die Unruhe in letzter Zeit.

Justin Njinmah zeigte sich am Schluss frustriert: "Unglaublich, es kommt mir vor wie eine Niederlage. Wir erzielen drei Tore und siegen trotzdem nicht", meinte Werders Torschütze bei Sky. Der Mittelfeldspieler Jens Stage ergänzte: "Das reicht nicht aus. Wir haben uns den Sieg erarbeitet und am Ende nur einen Punkt geholt. Das ist eine große Enttäuschung."

Frankfurt führte zuerst zweimal. Die neue Angriffshoffnung Arnaud Kalimuendo überraschte die Werder-Abwehr nach nur 50 Sekunden noch im Halbschlaf und traf präzise mit der Zehenspitze zum frühen Vorsprung. Es war der erste Treffer der Winterleihe von Nottingham Forest im Eintracht-Trikot. In der zweiten Halbzeit brachte Nnamdi Collins in der 56. Minute die Gäste erneut in Führung, nachdem die Bremer dazwischen durch Njinmah in der 29. Minute ausgeglichen hatten.

Nach Stages Ausgleich in der 78. Minute kam Jovan Milosevics großer Moment in der 80. Minute, bevor die Eintracht noch einmal konterte. Zufrieden waren die Hessen jedoch auch nicht. "Es beißt uns allen im Hintern, das sind zwei verspielte Punkte. In der Umkleide sind alle unzufrieden", sagte Collins.

Werder verpasste den Lohn für seinen Einsatz und könnte die Unruhe der letzten Tage mit Gerüchten über miese Stimmung in der Kabine beiseiteschieben. Champions-League-Teilnehmer Frankfurt vermisst weiter die spielerische Routine, die die Verantwortlichen erwarten. Mit 39 Gegentoren hat der Verein den schlechtesten Wert in der Liga.

Sowohl die Bremer als auch die Eintracht traten nach den jüngsten Rückschlägen angespannt an. Die Trainer gingen sehr unterschiedlich vor: Während Steffen auf seine Startelf vom 0:3 in Dortmund setzte, änderte Toppmöller gleich vier Positionen nach dem 2:3 in Stuttgart. Das Spiel startete direkt intensiv.

Vor dem frühen Gegentor gab Stage seinem Gegner Ritsu Doan zu viel Raum im Halbraum, Yukinari Sugawara verlor den Zweikampf mit Nathaniel Brown nicht richtig und Kalimuendo reagierte schneller als Amos Pieper. Kalimuendo wurde Anfang Januar verpflichtet, die Eintracht hat auch eine Kaufoption für etwa 27 Millionen Euro.

Werder reagierte zornig auf den Schockstart und versuchte zuerst über die Flanken die Gäste zu überfordern. Die erste echte Gelegenheit entstand jedoch aus einem Konter mit langer Ball von Stage auf den flotten Njinmah, der am Tor vorbeischoss in der 20. Minute. Neun Minuten später traf der 25-Jährige besser, der Ausgleich war zu dem Zeitpunkt verdient.

Auch nach der Pause blieb das Spiel hart umkämpft, die Eintracht nutzte Bremer Schwächen im Aufbau zur erneuten Führung. Werder drängte dann auf den Ausgleich und hatte durch Njinmah eine tolle Chance in der 69. Minute. Danach häuften sich die Ereignisse.