Frauenvereine lehnen Kooperation mit dem DFB ab
Neuerlicher Fehlschlag beim DFB Eintritt: Der Konflikt bezüglich der Zukunft der Frauen Bundesliga zwischen den Vereinen und dem Deutschen Fussball Bund DFB bleibt ungelost. Auf der ersten Mitgliederversammlung des Ligaverbandes am Donnerstag wurde die Errichtung eines gemeinsamen Joint Ventures abgelehnt.
"Die Basis bildeten die in den letzten Wochen aus den Gesprächen mit dem DFB entstandenen Ergebnisse." Es wurde erkannt "dass die kürzlich vom DFB für eine Partnerschaft im Rahmen eines Joint Ventures genannten Positionen und Bedingungen nicht umsetzbar sind" erklärte eine Nachricht die vom Verein Eintracht Frankfurt herausgegeben wurde: "Basierend auf diesen Diskussionen wird der FBL e.V. weitere Verhandlungen über andere Varianten einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen dem FBL e.V. und dem DFB aufnehmen."
Dadurch bleibt unklar ob und wann die neue Struktur startet. Die Ziele der GmbH umfassten die Professionalisierung und die verbesserte Vermarktung der Liga.
Der DFB "bedauert die Wahl des FBL e.V. wonach die Frauen Bundesliga zukünftig nicht unter einem gemeinsamen Joint Venture geführt werden soll. Grundsätzlich bleibt vom DFB die Offenheit bestehen mit dem FBL e.V. und den Vereinen über die weitere Professionalisierung der Frauen Bundesliga zu reden" gab der DFB bekannt: "Wir möchten in dieser Angelegenheit Fortschritte machen und sind nach wie vor an soliden Lösungen interessiert. Das erfordert allein die wachsende internationale Entwicklung im Frauenfussball."
Der Vorgang war "wichtig" weil er die wesentlichen Fragen und Antworten deutlicher gemacht hat. Diese Klarheit bringen wir in die kommenden Gespräche mit dem DFB ein sagte Katharina Kiel Präsidentin des FBL e.V.: "Für uns zählt: Die Zukunft der Frauen Bundesliga muss dort geformt werden wo der sportliche und wirtschaftliche Antrieb sitzt also bei den Vereinen. Sie übernehmen die grösste Verantwortung für Investitionen und Umsetzung und benötigen dafür klare Kompetenzen hohe Flexibilität und eine Struktur die Wachstum fördert und Wettbewerbskraft steigert."
Im Dezember hatten die Bundesliga Vereine eigenständig ihren Ligaverband "Frauen Bundesliga FBL e.V." ins Leben gerufen. Die Gründung erfolgte im Schatten des Streits mit dem DFB. Ursprünglich sollte sich die "Frauen DFL" am DFB Campus bilden. Die Clubs warfen dem Verband jedoch vor sich nicht an Absprachen gehalten zu haben.
Es drehte sich unter anderem darum wer bei zentralen Entscheidungen das Wort hat. Besonders die Finanzen sind entscheidend: Der Verband plant 100 Millionen Euro über acht Jahre anzulegen Ausgaben von 300 bis 900 Millionen sollen an die Vereine fliessen um die Spitzenklasse massgeblich voranzutreiben insbesondere hinsichtlich Infrastruktur Mindestlöhne für die Spielerinnen Personalvorgaben und Jugendentwicklung.