Frauen-Bundesliga: Künzer setzt auf Weiterentwicklung der Profi-Struktur
Trotz des Fehlschlags bei der Kooperation zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Verband der Frauen-Bundesliga (FBL) vertraut Nia Künzer weiterhin auf die geplante Professionialisierung der Spitzenliga. Dies entspreche dem "gemeinsamen Ziel aller Beteiligten", erklärte die Sportdirektorin des DFB am Dienstag: "Diese Entscheidung wird den Prozess nicht stoppen."
Ursprünglich planten DFB und FBL die Errichtung einer gemeinsamen Unternehmensgesellschaft. Ziel war es, den Fortschritt der Bundesliga zu beschleunigen, um im internationalen Wettbewerb nicht zurückzufallen. Wegen des Konflikts mit dem DFB bezüglich der Kompetenzen lehnte die FBL das Projekt ab.
Inzwischen deutet sich im Frauenfußball eine parallele Organisationsstruktur ähnlich wie im Herrenbereich an. Diskutiert wird ein Basisfundamentabkommen, das die Partnerschaft zwischen DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) definiert. Aus der Frauen-Bundesliga gibt es auch Vorschläge, die frisch im Dezember 2025 gegründete FBL der DFL anzugliedern, als vielversprechendes Modell für die Zukunft.
Der Nationaltrainer bleibt trotz der Differenzen "optimistisch eingestellt". Für Christian Wück zählt vor allem die "Förderung der Spielerinnen". Die Bundesliga brauche "internationalen Erfolg", um der Nationalmannschaft zum Triumph zu verhelfen.